Archiv für Dezember 30, 2013

Sascha Korf ist ein Großmeister der Improvisation

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Improvisation und Spontanität: Mit Sascha Korf wird das Lüdenscheider Publikum einen Meister in diesen Diszipinen erleben. Foto: www.sascha-korf.de

von Wolfgang Teipel

René Steinberg hat bei der Verleihung der Lüsterklemme Maßstäbe gesetzt. Daran werden sich die fünf Bewerber messen lassen müssen, die für den Lüdenscheider Kleinkunstpreis 2014 in den Startlöchern stehen. Ab 16. Februar geht es wieder um die von der Sparkasse Lüdenscheid ausgelobte Lüsterklemme, die mit einem Geldpreis über 1500 Euro verbunden ist.

Den Anfang macht am 16. Februar der Wahlkölner Sascha Korf. Er ist u.a. gern gesehener Gast bei „Cindy aus Marzahn und die jungen Wilden“ (RTL), „FunClub“ (RTLII), „Genial daneben“ (Sat.1), Fun(k)haus (WDR), oder „Nightwash“ (WDR/einsfestival). Regelmäßig moderiert der Wortakrobat den Quatsch Comedy Club in Berlin und Hamburg. In Lüdenscheid stellt er sein neues Programm vor. Es heißt „Wer zuletzt lacht, denkt zu langsam“.

Übungen mit dem Publikum

Tatsächlich gilt Sascha Korf als der Großmeister der Spontanität. Sein Publikum soll zudem erfahren, dass diese Gabe erlernbar ist. Er will das Improvisations-Gen auf lustige Art und Weise aus seinem Publikum herauskitzeln. Aus seinem mal mehr, mal weniger ernst gemeintem Ratgeber-Buch „Wer zuletzt lacht, denkt zu langsam“ werden mit dem ganzen Saal witzige Spontanitätsübungen durchgeführt und sogar Rosamunde Pilcher-Filme mit dem Auditorium auf der Bühne nachgestellt. Eins ist klar: An diesem Abend wird keiner still sitzen. Selbstverständlich werden die Zuschauer auch wieder Zeuge von herrlich absurden Geschichten aus dem Leben des „Speedy Korfzales“.

Vier Konkurrenten

Sollte er die Gunst des Publikums gewinnen, wird er Ende 2014 nochmals nach Lüdenscheid kommen, um die Lüdenscheider Lüsterklemme in Empfang zu nehmen. Allerdings: Neben Sascha Korf werden bis zum 26. Februar auch noch Anna Piechotta, Michael Feindler, Frank Grischek und Sabine Domogala auftreten. Ganz so leicht wird’s für Sascha Korf also nicht.

Alle Vorstellungen beginnen um 19.30 Uhr in der Garderobenhalle des Kulturhauses. Die Bewirtung während der Pausen ist gewährleistet.

Vorverkauf hat begonnen

Karten sind im Vorverkauf an der Theaterkasse des Kulturhauses (Tel. 0 23 51/17 12 99) zu erhalten. Sie kosten für eine Veranstaltung 15 Euro plus zehn Prozent Vorverkaufsgebühr. Wer gleich alle fünf Vorstellungen bucht, zahlt nur für vier.

In den nächsten Tagen wird www.lichtstadt-luedenscheid.de auch die anderen Teilnehmer des Wettbewerbs um die „Lüdenscheider Lüsterklemme“ vorstellen.

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Gieseking beim Neujahrsempfang

Bernd Gieseking

Bernd Gieseking im Schalksmühler Rathaus – da ist gute Unterhaltung garantiert.

Das hat Tradition: Kurz nach dem Jahreswechsel lädt die Gemeinde Schalksmühle zum Neujahrempfang ins Foyer des Rathauses ein. 2014 bittet sie bereits zum 35. Mal zu diesem Treffen. Am Sonntag, 12. Januar, ist es wieder soweit. Alle Schalksmühler sind herzlich eingeladen, sich in lockerer Runde darüber zu informieren, wie es im Volmeort weitergeht. Die Veranstaltung beginnt um 11.15 Uhr.

Neben dem Grußwort von Bürgermeister Jörg Schönenberg und dem Wort zum Tage von Pfarrerin Doris Korte steht auch viel Musik auf dem Programm.

20 Jahre mit Guido Westerwelle

Bissig-satirisch wird es zwischendurch mit dem Kabarettisten Bernd Gieseking. Der Mann aus Minden kommentiert in seinem Programm „Ab dafür“ die Höhepunkte und Peinlichkeiten des Jahres 2013. Er selbst schreibt dazu: „Ab dafür“ hatte seine 20. Premiere! 20 Jahre gemeinsam mit Westerwelle. Der war in jedem Programm dabei. Ich bin gefragt worden, ob ich jetzt aufhöre, wo die FDP draußen sei. Mehr könne ich doch nicht erreichen. Stimmt.

Aber solange Tebartz und Hoeneß noch ihr Unwesen treiben, solange Drohnen drohen und die NSA weiter in der Leitung lauert – da mache ich weiter. Die Themen dafür sind reichlich und täglich werden es mehr.

Ein herrliches Jahr für die Satire

Der Wulff-Prozess in Hannover, die Bambi-Verleihung in Berlin, die CSU in München, Snowdon in Moskau, der leere Bahnhof in Mainz, REWE in Dortmund, traurige Grüne und ein singender Kauder, eine Groko für die BRD und Schwarz-Grün für Hessen, 150 Jahre SPD und der Tag des deutschen Butterbrots und, und, und . . .  Ein herrliches Jahr – für die Satire!“ Mit „Ab dafür“ ist Bernd Gieseking bis Mitte Februar auf Tournee. Mehr unter www.bernd-gieseking.de

 

Nachwuchs probt für Sinfoniekonzert

Märkisches Jugendsinfonieorchester MJO

Am Samstag, 11. Januar, spielt das Märkische Jugendsinfonieorchester ab 19.30 Uhr in der Kiersper Gesamtschule. Foto: www.maerkischer-kreis.de

Für das Märkische Jugendsinfonieorchester (MJO) läuft in den Weihnachtsferien erneut eine Probephase. Sie findet vom 29. Dezember bis zum 5. Januar in der Jugendherberge Morsbach statt.

Am Freitag, 10. Januar, spielen die jungen Musikerinnen und Musiker bei einem Schulkonzert in der Gesamtschule Kierspe. Am Samstag, 11. Januar folgt um 19.30 Uhr das Sinfoniekonzert in der Kiersper Gesamtschule. Wer Interesse an einer Einführung in das Programm hat, kann sich bereits um 18.30 Uhr einfinden. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Spenden sind willkommen.

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Solistin Diana Tishchenko ist Stipendiatin der Märkischen Kulturkonferenz. Foto: www.music-cbc.ca

Am Sonntag, 12. Januar, folgt um 17 Uhr der nächste Auftritt im Werdohler Festsaal Riesei. Ab 16 Uhr wird eine Einführung in das Programm angeboten.

Eintritt:  Erwachsene 10 Euro; Schüler, Studenten etc. 5 Euro
Im Vorverkauf für Werdohl sind Karten im Rathaus Werdohl: 02392/917247 und in der Stadtbücherei Werdohl: 02392/2073 zu erhalten.


Das Programm:
„Peter und der Wolf“, Francois-Joseph Gossec, Sinfonie D-Dur B 86
Wolfgang Amadeus Mozart, Konzert für Violine und Orchester Nr. 3 G-Dur KV 216
Jean Sibelius, Valse triste , op. 44, Sergej Prokofjew, Peter und der Wolf op. 67

Solistin: Diana Tishchenko, Violine (Diana Tishchenko ist die aktuelle Stipendiatin der Märkischen Kulturkonferenz)

Sprecher: Stephan Quandel

Dirigent: Thomas Grote; Thomas Grote war Dozent und Dirigent bei verschiedenen Jugend und Amateurorchestern, u.a. beim Jugendsinfonieorchester der Rheinischen Musikschule Köln, dem Hochschulorchester der Folkwang Universität der Künste Essen und der Kölner Orchestergesellschaft. Seit 1989 Dozent und Gast-Dirigent beim Märkischen Jugendsinfonieorchester (MJO),. Seit 2012 arbeitet er als künstlerischer Leiter des MJO.

 

 

Meister des Barock in Schalksmühle

2014 Foto Cordula

Cordula Breuer spielt beim Konzert alter Meister die Traversflöte.

Die Gemeinde Schalksmühle lädt am Sonntag, 5. Januar (17 Uhr) zum 48. Konzert „Musik alter Meister“ in die Kreuzkirche Am Mathagen ein. Geleitet wird das Konzert von Prof. Harald Hoeren (Cembalo). Es wirken ebenso mit: der Tenor Lothar Blum, Cordula Breuer (Traversflöte), Annette Wehnert (Violine) und Imola Gombos (Viola da Gamba und Violoncello).

Das Musikprogramm umfasst Werke des Barock mit Komponisten aus Deutschland und Frankreich:

Georg Philipp Telemann  (1681-1767), Quartett e-moll    für   Traversflöte,   Violine, Violoncello und Basso continuo aus der„Tafelmusik“ (Adagio – Allegro – Dolce – Allegro);

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) Arie für Tenor, Traversflöte und Basso continuo „Frohe Hirten, eilt, ach eilet“ aus dem Weihnachtsoratorium

Claude-Bénigne Balbastre (1724 – 1799) Zwei Stücke für Cembalo („La de Caze“, La Bellaud“);

Johann Sebastian Bach Sonate G-Dur für Violine und Basso continuo (Adagio – Vivace – Largo – Presto)

Marin Marais (1656 – 1728) Drei Stücke für Viola da gamba und Basso continuo (Prélude – Fantaisie – Grand Ballet);

Johann Sebastian Bach Arie für Tenor, Traversflöte und Basso continuo („Ermuntre dich, dein Heiland klopft“) aus der Kantate „Schmücke dich, o liebe Seele“

Georg Philipp Telemann  Pariser Quartett A-Dur für Traversflöte, Violine, Viola da gamba und Basso continuo (Soave – Allegro – Andante – Vivace);

David Pohle (1624 – 1695) Kantate „Wie der Hirsch schreiet nach frischem Wasser“ für Tenor, Traversflöte, Violine und Basso continuo.

Die Leitung hat Harald Hoeren (Fortepiano). Er begann seine musikalische Laufbahn bei der „Camerata Köln“. Als Cembalist und Fortepianospieler hat er sich in über 100 CD-Einspielungen mit Musik vom Frühbarock bis hin zur Wiener Klassik profiliert. Konzertreisen führten ihn durch fast alle mittel- und westeuropäischen Länder, nach Asien, Nord- und Südamerika. 1983 und 1990 war er Gastprofessor an der „University of the Philippines“ in Manila, und seit 1984 leitet er eine Klasse für historische Tasteninstrumente an der Musikhochschule in Frankfurt am Main, wo er 1999 zum Professor ernannt wurde.

 

Eintrittskarten sind erhältlich im Rathaus, Bürgerbüro. Vorbestellungen sind möglich unter Tel. 0 23 55/840. Preise: 14,00 € (ermäßigt 10,50 €/7,00 €). Auch an der Abendkasse im Gemeindezentrum der Kreuzkirche wird es noch Eintrittskarten geben.

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„Studio 19“ mit den „Lords“ eröffnet

1968-02-28 Eröffnung mit Lords

Bei der Einweihung des „Studio 19“ im Februar 1968 spielten die „Lords“, damals Deutschlands bekannteste Band. (alle Fotos aus dem Besitz von Michael Nürenberg)

Eines der ersten Jugendlokale im Kreis war das „Studio 19“. Zwischen Humboldt-, Cornelius- und Kerksigstraße erstreckt sich heute ein großer Wohnblock der „Lüdenscheider Wohnstätten“. Bis vor vierzig Jahren war an dieser Stelle noch der Komplex der ehemaligen Firma Noelle, ein Stück Industriegeschichte, das zu diesem Zeitpunkt aber bereits leer stand.

Jugendkultur im Kellerwinkel

In einem Kellerwinkel dieses Areals aber hatte von 1968 bis 1972 ein wichtiges Stück heimischer Jugendkultur seinen Platz: das „Studio 19“. Von ihm erzählt das gerade erschienene Buch von Dietmar Simon und Michael Nürenberg („Die besten Tage unseres Lebens“); herausgegeben vom „Geschichts- und Heimatverein“. Das Buch ist Ende November erschienen. Bis Mitte Dezember war bereits die Hälfte der Auflage verkauft.

Name ursprünglich für Jazz-Club

Der Name dieses ersten Lüdenscheider Lokals für junge Leute bezeichnete ursprünglich den heimischen Jazz-Club, der 1959 in dessen erstem Domizil entstand, einem Raum unterhalb der Turnhalle des Zeppelin-Gymnasiums. Als dieser anderweitig gebraucht wurde, bot der an Jazzmusik interessierte Unternehmer Hans Dichter den jungen Musikern und Musikbegeisterten ein paar Räume neben seiner Firma an.

1968-02-28 Studio 19 Theke 01 - MN

Bis zu 200 Besucher drängten sich in die engen Clubräume.

Untitled

Die Gruppe Insterburg & Co. verewigte sich mit dieser Zeichnung im Gästebuch des Clubs.

Gegenüber lag die Kerksighalle. Gottfried Schumann, der neue Stadtjugendpfleger, etablierte dort für die Jugendlichen ein vielfältiges Programm und bot dem Verein 1966 im Obergeschoss eine neue Heimat an, ebenso wie jungen Bands auf der Suche nach Übungsräumen. Mit Hans-Dieter Pohlenz („Olly“) vom Jazz-Club verstand er sich gut. Schon bald beschlossen die beiden, wieder in den Noelle-Komplex zurückzukehren.

Mini-Einstiegsluke

Gemeinsam mit einigen Helfern richteten sie die Räume neu ein. Spektakulär war die Einstiegsluke (zirka 1 mal 1 Meter groß). Durch den winzigen Zugang mit Eisentreppe konnten sich die Besucher fortan in den Keller an der Kerksigstraße zwängen. Weit über 200 Menschen fanden darin Platz. Es gab zwar zwei normale Notausgänge, doch heute würde solche Konstruktion mit Sicherheit nicht mehr genehmigt.

Jugendamt kontrollierte

Am Karnevalswochenende im Februar 1968 war es dann soweit:  Das „Studio 19 – Club für junge Leute“ wurde eingeweiht. Los ging es mit einem kurzen Konzert der „Lords“, der bekanntesten Beat-Band, die es damals in Deutschland gab. Fortan war die „Katakombe“, wie man die Räume bald nannte, Treffpunkt für Jugendliche ab 16 Jahren. Nach 22 Uhr erhöhte sich die Altersgrenze auf 18, und wenn das Jugendamt mal kontrollieren kam, flüchteten die Jüngeren in die Küche oder den Hof. Viele Beatgruppen aus der Stadt und ihrer Umgebung traten an den Wochenenden auf, von den „Blackjets“ aus Altena bis zu „The Ihm“ aus Iserlohn. Zweimal wöchentlich wurde das Programm im „Studio 19“ vom Jazz-Club gleichen Namens gestaltet.

Ali Claudi schon damals zu Gast

Freitags waren regelmäßig Jazzmusiker aus anderen Städten und internationale Stars wie u.a. Monty Sunshine  zu Gast, beispielweise Ali Claudi, der seitdem bis heute immer wieder gerne nach Lüdenscheid kam. Ansonsten wurden Schallplatten aufgelegt, vor allem von Arndt Marburger, Frank Hesse oder Michael Nürenberg, die jahrelang als Disc-Jockeys fungierten. Dazwischen gab es Cola und die berühmten Frikadellen von „Mutter“ Eleonore Pipahl.

Der Jazzclub fand 1970 im „Beanery“ am Bräucken eine neue Heimat. Das „Studio 19“ blieb auch ohne die Jazzer noch eine Weile erhalten. Aber 1972 öffnete sich die Luke zum letzten Mal. Im Zuge der Altstadtsanierung war anderes mit dem Areal geplant, und so war nach Schluss mit der „Katakombe“.

„Die besten Tage unseres Lebens“ ist erhältlich an der Info-Theke im Rathaus, in der Buchhandlung Thalia sowie über den Geschichts- und Heimatverein, www.ghv-luedenscheid.de (ISBN 978-3-981325-2-0). Das Buch kostet 19,80 Euro.

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Kiersper Künstler engagieren sich für Kinderhospiz

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Sänger Tim Gijbels und Annette Gräfe bei einem Medley aus bekannten Weihnachtsliedern. Fotos: Wolfgang Teipel (mehr Fotos auf der Seite „Bilder“)

von Wolfgang Teipel

Die „1. Kiersper Nacht der Lichter“ war ein voller Erfolg. Künstler aus dem Volmeort traten am Sonntagabend in der voll besetzten Margarethenkirche auf. Der Erlös der Veranstaltung geht als Spende an das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe.

Moderator Arnd Clever fasste schon zu Beginn zusammen, was zahlreiche Besucher im Verlauf des stimmungsvollen Abends bemerken sollten: „Es ist einfach toll zu sehen, welche fantastischen Künstler wir in Kierspe haben.“

11- und 13-saitige Gitarren

Eine große Sammlung unterschiedlichster Gitarren, die im Altarraum des Gotteshauses aufgebaut waren, ließ erahnen, welch abwechslungsreiches Programm das Publikum erwartete.

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Der Kiersper Gitarrist Andreas Koch präsentierte Stücke aus seiner neuen CD.

Andreas Koch, Konzertgitarrist aus Kierspe, präsentierte Stücke aus seiner aktuellen CD „13 and 11 strings baroque“. Er beeindruckte das Publikum mit virtuosem Spiel auf seinen beiden 13- und 11saitigen in Schweden gefertigten Bolin Altgitarren. Zwischen den Stücken trug die Kiersper Autorin Annette Gonserowski Texte des schwedischen Dichters Gerhard Rombach vor. „Ist Unsterblichkeit wie ein tiefer Akkord einer Altgitarre?“ schreibt Rombach, inspiriert von den Stücken aus Kochs neuer CD.

Gedichte von Annette Gonserowski und Christophe Bossu

Annette Gonserowski, deren Gedichte, Briefe, Bücher und sogar Teile ihres Mailverkehrs kürzlich ins Westfälische Literaturarchiv in Münster aufgenommen worden sind, trug außerdem eigene Texte vor. Auch Christophe Bossu, ein gebürtiger Franzose, der vor zehn Jahren in Kierspe eine neue Heimat gefunden hat, las aus seinen Gedichten.

Eigener Song von Annette Gräfe

Die Kiersper Sängerin Annette Gräfe, auch unter ihrem Künstlernamen „Tink“ bekannt, berührte das Publikum mit ihrem Lied „Weihnachten ist ein Gefühl“. Sie interpretierte den Song „Mary did you know?“ und zog auch mit anderen Songs („Perfect Day“), bei denen sie von Andreas Koch und später von Sebastian Funke begleitet wurde, das Publikum in ihren Bann.

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Die Besucher in der voll besetzten Margarethenkirche erlebten einen stimmungsvollen künstlerischen Jahresabschluss.

Auch die Malerin Claudia Ackermann war bei künstlerisch-unterhaltsamen Jahresabschluss in der Margarethenkirchen mit von der Partie. Sie hatte eigens für die Veranstaltung eine Bilderserie gemalt, in der sie christliche Motive verarbeitet hat. Die Werke in unterschiedlichsten Formaten waren überall im Gotteshaus verteilt und zogen während einer Pause die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich.

Künstler verzichten auf Gage

Das Kiersper Duo „Strum out“, bestehend aus Sebastian Funke (Gitarre) und Tim Gijbels (Gesang) riss das Publikum mit ihren Interpretationen von „Imagine“ (John Lennon) oder „Chasing Cars“ (Snow Patrol) zu Beifallsstürmen hin. „Manche Rock- und Popsongs sind nur geschrieben worden, um von Strum out gecovert zu werden“, hatte Moderator Arnd Clever das Duo angekündigt. Der Applaus zeigte: Clever hatte nicht zu viel versprochen.

Sebastian Funke und Tim Gijbels traten am Sonntagabend zudem als Veranstalter dieser Benefiz-Aktion für das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar auf. Alle Künstler verzichteten zugunsten der Einrichtung in Olpe auf eine Gage.

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Neujahrskonzert in Meinerzhagen

Philharmonie Südwestfalen 1

Mit dem traditionellen Neujahrskonzert eröffnet die Philharmonie Südwestfalen am 17. Januar das Jahresprogramm von KuK.

Die Philharmonie Südwestfalen eröffnet beim traditionellen Neujahrskonzert am Freitag, 17. Januar, in der Meinerzhagener Stadthalle (Beginn 20 Uhr) das Jahresprogramm des Vereins für Kultur und Kommunikation in Meinerzhagen und Kierspe (KuK). Werke verschiedener Komponisten des 19. Und 20 Jahrhunderts stehen auf dem Programm. Es werden Kompositionen von Antonin Dvorak, Johannes Brahms, Josef Rixner, Georges Bizet und Johannes Straß zu hören sein.

Impulse von Gernot Wojnarowicz

Entscheidende Impulse für das Programm und die Auswahl der Musiker setzt Intendant Gernot Wojnarowicz. Er ist der erfolgreiche Manager der Philharmonie Südwestfalen. Wojnarowicz wurde nach Stationen in Essen am Aalto-Theater, Düsseldorf und Münster im Jahr 200 zum Intendanten des damaligen Philharmonischen Orchesters Südwestfalen mit Sitz in Siegen und Hagen gewählt.

Voller Emotion und Farbe

Über das Orchester sagt er: „ Es gibt kaum ein besseres Symbol für Gemeinschaft als ein Sinfonieorchester. Es sind hochspezialisierte Könner nach langer Ausbildung, die da musizieren. Sie alle haben ihre persönlichen Erfahrungen. Schicksale und Lebensgewohnheiten. Wie alle Menschen. Wenn sie in die Proben sitzen, dann arbeiten alle für dieses eine gemeinsame Ziel: eine Komposition gut und voller Emotion und Farbe live im Konzert erklingen zu lassen.“

Konzertmeisterin schon mit acht Jahren auf der Bühne

Das Orchester setzt sich aus hochqualifizierten Musikern zusammen. Erste Konzertmeisterin ist Evgenia Gelen. Sie wurde 1974 in Taschkent geboren und stand schon im Alter von acht Jahren als Solistin auf der Bühne. In der Musikschule für Hochbegabte am Moskauer Konservatorium und später dort als Studentin ausgebildet, war sie schon in jungen Jahren Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe. Über Musik sagt sie: „Musik drückt aus, was nicht gesagt werden kann und worüber es unmöglich ist, zu schweigen.“

Karten für 25 Euro gibt es im Vorverkauf in der Kiersper Buchhandlung Timpe, in der Buchhandlung Schmitz, dem Foto-Atelier Albrecht in Meinerzhagen und im Reisebüro Lück in Valbert.

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René Steinberg jubelt: „Hier ist das Ding“

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Sparkassendirektor Markus Hacke applaudiert dem Gewinner der Lüdenscheider Lüsterklemme 2013 (rechts Stefan Weippert, Leiter des Kulturhauses). Mehr Fotos auf der Seite „Bilder“. Fotos: Wolfgang Teipel

von Wolfgang Teipel

René Steinberg reißt die Arme in die Höhe. Dann ruft er in den Theatersaal des Kulturhauses: „Hier ist das Ding“ und reckt die Lüdenscheider Lüsterklemme in Richtung Publikum. Bevor es an diesem Kabarettabend so richtig ernst wird, lässt Steinberg erstmal so richtig seine Freude raus.

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Sparkassendirektor Markus Hacke überreichte René Steinberg auf der Bühne des Theatersaals Trophäe, Urkunde und den Geldpreis über 1500 Euro.

Die „Lüsterklemme“ besitzt für ihn einen besonderen Wert. Dieser Kleinkunstpreis, gestiftet von der Sparkasse Lüdenscheid, wird vom Publikum vergeben. „Ich freue mich über den Zuspruch aus Lüdenscheid“, sagt Steinberg.

Auch als Sparkasssendirektor Markus Hacke ihm Trophäe, Urkunde und den Geldpreis von 1500 Euro überreicht, scheint der Entertainer aus dem Ruhrgebiet entzückt.

Artiges Kompliment

Dann folgt ein artiges Kompliment. „Sie sehen, der Preis ist in der Welt der Kleinkunst angekommen.“ Zwei Kollegen, mit denen er ab und an auftritt, wurden bereits mit der Lüsterklemme ausgezeichnet. „Die haben damals gesagt: Du wirst doch nicht ohne das Ding zurückkommen.“

Jetzt ist der Druck weg. René Steinberg hat „das Ding“. Und jetzt will er spielen. Er bietet dem Publikum Kabarett und Comedy, begeistert mit Tanzeinlagen und lässt die Besucher im Theatersaal des Kulturhauses an seinen Träumen teilnehmen.

Feldzug gegen Nörgler

In seiner Welt soll es keine Nörgler mehr geben. René Steinberg zieht auf witzige Art gegen solche Zeitgenossen zu Felde, die voller Gram in die Welt blicken, ein schlimmes Ende prophezeien und sowieso alles besser wissen. Nichts von dem will der Mann, der das Leben so ganz anders sieht, gelten lassen. „Wer lacht, zeigt Zähne!“ – der Titel seines abendfüllenden Solo-Programms sollte für Griesgrame zum Lebensmotto werden.

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René Steinberg seziert die Politik.

Rezepte gegen die bekloppte Welt

Rezepte dafür, die die bekloppte Welt ausmanövriert werden kann, liefert er gleich. Wer kennt das nicht: Kaffeeverkäufer von Star Bucks nerven ihre Gäste mit Endlos-Tiraden. Eigentlich wollte man ja nur einen Kaffee. Was hält man schließlich in der Hand? Einen völlig überteuerten Iced Flavored Latte. Was tun? „Legen Sie einen Zettel auf die Theke. Aufschrift: Ich möchte einen Kaffee und bin taubstumm.“ So setzt Steinberg zum Gegenangriff auf die aktuell harten, gemeinen und tristen Zeiten an. Denn was soll all das Jammern, Schimpfen und Zetern, wenn man sich auch über die verrückten Zeiten lustig machen kann.

Mit schelmischem Spaß

Er dreht mächtig auf und zeigt, wie absurd und zum Lachen die Welt ist. Ohne Zeigefinger, aber mit schelmischem Spaß an Übertreibungen entblößt er die Beklopptheiten, die Widersprüche und Albernheiten in Politik, Kultur und Gesellschaft.

Steinberg seziert die Politik. So führt er vor, wie das Spitzenpersonal aus Berlin in einer Geheim-Disco vier Etagen unter dem Bundestag tanzt. Peter Altmaier tappst wie ein Bär über die Tanzfläche, Horst Seehofer trommelt auf seine Brust, wie ein Menschenaffe, dessen Testosteronspiegel in unvorstellbare Höhen geklettert ist oder Ursula von der Leyen: Sie kommt als selbstbewusste, schneidige Disco-Queen daher. „Denken Sie mal daran, wenn sie den ein oder anderen sehen“, rät René Steinberg. „Sie werden die Politik mit völlig anderen Augen betrachten.“

Parodien auf Tatort-Kommissare

Hinreißend seine Parodien auf „Tatort“-Kommissare, entlarvend seine Analyse nichtssagender Politiker-Sätze und immer wieder Einspielungen aus dem „O-Ton“-Archiv, die belegen, dass oft reiner Unsinn verzapft wird – das Publikum kringelt sich vor Lachen. René Steinberg ist frech und führt eine spitze Zunge – das kommt an.

Zurzeit bereitet er ein neues Programm vor. Das bekommt auch Bürgermeister Dieter Dzewas zu spüren. Er assistiert dem Kabarettisten als Gendarm und Steinberg läuft als Sarko de Funès, der die politische Bühne erobern will, zu großer Form auf. Damit geht ein turbulenter Abend zu Ende.

Es wird nicht der letzte sein. Die fünf Bewerber um die Lüdenscheider Lüsterklemme 2014 stehen schon in den Startlöchern. Die 35. Auflage der Kleinkunsttage läuft vom 16. bis 25. Februar.

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Hochhaus-Show als Video

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Der Bergkamener City-Turm ist zum Schandmal verkommen. Foto: Wolfgang Teipel

Schon im November sollte der Bergkamener Wohnturm abgerissen werden. Der Koloss mit seinen 150 leer stehenden Wohnungen dient aber weiter als Schandmal der Stadt am östlichen Rand des Ruhrgebiets. Der Abrissantrag ist gestellt. Wahrscheinlich fällt das Gebäude erst im Februar 2014.

Abschied beim Lichtermarkt

Die Bergkamener haben sich schon von der seit vielen Jahren ungeliebten Betonburg verabschiedet. Vor dem Bergkamener Lichtermarkt hatte sie einen großen Auftritt. Das Gebäude wurde an einigen Tagen zur Projektionsfläche für die Künstlergruppe osa („office for subversive architecture“), zu Deutsch: Büro für umstürzlerische Architektur. Sie verwandelte die 63 Meter hohe Wohnanlage im Herzen der Stadt ins größte Lichtkunstwerk Europas. Oliver Schlappat hat diese Show festgehalten und ein faszinierendes Video produziert. Hier ist es zu sehen.

Osa brachte Leben auf die Betonburg

Die Künstlergruppe osa ließ Lichtstrahlen an dem Gebäude hinauf klettern. Mit Laserlicht wurden Wohnungen simuliert. Treppen und Aufzüge erschienen auf dem eigens für die Lichtinstallation schwarz gestrichenen Turm. Dazu hörten die Besucher Erinnerungen aus der Historie des Turms. Beispielsweise die tragische Geschichte eines Jungen, der von einer Feuerleiter in die Tiefe stürzte und starb.

Drogen, Alkohol und Gewalt

Mit dem City-Turm, der als Wahrzeichen von Bergkamen geplant war, verschwindet im Februar 2014 ein Schandfleck. Drogen, Alkohol, Gewalt und Prostitution haben die Geschichte des Gebäudes begleitet. Am Ende durften selbst die Sozialarbeiter das Gebäude nicht mehr allein betreten. Im November 2000 erklärte die Stadt das Gebäude für unbewohnbar. Seitdem zerfällt das Gebäude, das sich immer in privater Hand befand.

Mit der Lasershow kehrte das Leben für eine kurze Zeitspanne zurück. “Wir waren fasziniert von dem Gebäude und seiner Geschichte”, sagte Katja Aßmann, künstlerische Leiterin von “Urban Lights Ruhr”, einem Projekt, das aus der Kulturhauptstadt hervorgegangen ist.

Zeugnis einer verlorenen Utopie

Die Künstler Karsten Huneck und Oliver Langbein haben das Kunstwerk gemeinsam mit Christoph Rodatz realisiert. Rodatz unterrichtet an der FH Dortmund und an der Ruhr-Uni Bochum. Sie haben ihrer Lichtkunstarbeit  den Titel “discharge/recharge” (Löschen/Aufladen) gegeben. “Discharge” nennen sie dabei das ursprüngliche Gebäude als Zeugnis einer verlorenen Utopie. “Recharge” lässt das Hochhaus durch die Lichtlinien zu einer der größten Lichtskulpturen Deutschland werden.

Roboter stemmte eine Hantel

Zur Lasershow kam eine zweite Installation auf dem Parkdeck der Turm-Arkaden. Dort hatte die Gruppe „realities:united” einen Industrieroboter aufgebaut. Er gab einsame Winkzeichen – tagsüber mit einer Flagge, nachts mit einem Leuchtstab. Zwischenzeitlich stemmte er auch mal eine Hantel.

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Ständig auf der Suche nach Neuem

Gabi Püttmann (10)

Gabriele Püttmann in ihrem Lüdenscheider Atelier. Foto: Wolfgang Teipel

von Wolfgang Teipel

Gabriele Püttmann verbindet Material und Menschen. „Ton und Malerei – das geht eigentlich gar nicht.“, sagt sie. Wo mit Ton gearbeitet wird, staubt es. Das bekommt Farben und Leinwänden nicht. Und dennoch: In ihrem Atelier passt es zusammen und wird zusammengeführt. Gabriele Püttmann arbeitet mit Keramik-Segmenten auf ihren Bildern und verbindet so Malerei und Plastik. Die Lüdenscheider Designerin, Malerin und Bildhauerin ist ständig auf der Suche nach Neuem.

Die 1961 in Attendorn geborene Frau ist ein Mensch mit vielen Interessen. „Ich muss mich ständig weiterbilden“, sagt sie. Gabriele Püttmann will insbesondere die Bildhauerei vervollkommnen. Ein weiterer Schritt dazu: das Porzellan. Das „weiße Gold“ hat es ihr angetan. Erst kürzlich besuchte sie einen Kurs im Elsass. Jetzt experimentiert sie.

Mehr über die vielseitige Künstlerin auf www.unserluensche.de