Archiv für Januar 30, 2014

Schalksmühler Leser lesen für Leser

so zärtlich

Jutta Werthmann liest zwei Geschichten aus „So zärtlich war Suleyken“ von Siegfried Lenz.

Die Kath. öffentliche Bücherei KöB, das Kulturbüro der Gemeinde Schalksmühle und die Musikschule Volmetal haben zum fünften Mal ein unterhaltsames Programm unter dem Motto „Leser lesen für Leser“ zusammengestellt. Dazu wird für Sonntag, 23. Februar, ins Rathaus-Foyer eingeladen. Beginn ist um 15 Uhr. In diesem Jahr lesen Jutta Werthmann, Maren Nelius, Christian vom Hofe und Uwe Lal.

Jutta Werthmann liest zwei Geschichten aus „So zärtlich war Suleyken“ von Siegfried Lenz. Suleyken ist ein polnisches Dorf nahe der Grenze zu Russland. Siegfried Lenz hat ihm 1955 mit seinem Roman ein Denkmal gesetzt. In diesem kleinen Büchlein aus dem Kanon der deutschen Nachkriegsliteratur entfaltet Siegfried Lenz seine ganze Erzählkunst und zaubert eine Welt herbei, die vor unserem geistigen Auge ein Idealbild der ostpreußischen Ländlichkeit und Bauernschläue entstehen lässt.

Maren Nelius widmet sich dem Titel „Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht“ von Dieter Moor. Das Buch trägt den Untertitel: „Aus der arschlochfreien Zone“.

Christian vom Hofe hat Passagen aus „Mord im Gurkenbeet“ von Alan Bradley und aus „Jack Taylor fliegt raus“ von Ken Bruen ausgewählt. Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht eine Leiche im Garten entdeckt – ausgerechnet im Gurkenbeet! Jeder hält ihren Vater für den Mörder, denn Colonel de Luce hat sich noch tags zuvor mit dem Verblichenen gestritten. Nur ein einziger Mensch glaubt felsenfest an die Unschuld des Colonels – seine neunmalkluge Tochter Flavia.

Es gibt Typen, mit denen kann man eigentlich nur Mitleid haben. Jack Taylor ist einer davon. Eigentlich ist er Polizist, der sich gerne mit Verkehrssündern anlegt, »bewaffnet« mit einer Thermoskanne voller Brandy. Das soll ihm zum Verhängnis werden, als er einen schwarzen Mercedes anhält und kurzen Prozess macht.

Uwe Lal liest aus „Gib mir Musik“ von Reinhard Mey (veröffentlicht in „Elke Heidenreich – Ein Traum von Musik“). Elke Heidenreich ruft allerhand Bekannte, Freunde, Weggefährten und sogenannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auf, Auskunft zu geben über die „Musik ihres Lebens“. So auch Reinhard Mey.

Jeder Vorlesebeitrag wird etwa zehn Minuten dauern. Die Beiträge werden von Beate Thebrath, Leiterin der KöB, anmoderiert. Zwischenmusiken werden von Schülerinnen/Schülern der Musikschule Volmetal Bezirk Schalksmühle gestaltet.

Für einen gemütlichen Rahmen sorgt das Büchereiteam mit kalten und warmen Getränken sowie Gebäck. Einlass zum Vorlesenachmittag ist um 14.30 Uhr. Anstelle eines Eintrittsgeldes wird um eine Spende für die Bücherei gebeten.

Im November Lesung mit Christine Westermann

Am Donnerstag, 20. November, folgt eine Autorenlesung im Pädagogischen Zentrum der Schule Löh, Beginn 20 Uhr. Zu Gast ist die Radio- und Fernsehjournalistin Christine Westermann. Da geht noch was. Mit 65 in die Kurve. Das Alter holt dich nicht ein, es kommt dir entgegen. Ebenso neugierig wie zweifelnd sieht die bekannte Radio- und Fernsehjournalistin dem kommenden Lebensabschnitt entgegen. In ihrem warmherzigen, mit großer Aufrichtigkeit geschriebenen Buch stellt sie sich, ernst und heiter zugleich, sehr persönliche Fragen.

Autorin stellt lauter Fragen

Ein Jahr lang hält Christine Westermann fest, was sie umtreibt: Wo will ich noch hin mit meinem Leben? Oder vielleicht besser: Wo will das Leben noch hin mit mir? Geht noch was? Wie viel Sorglosigkeit, wie viel Unbeschwertheit ist noch erlaubt, bevor der Leichtigkeit die Luft ausgeht? Welchen Herausforderungen werde ich mich noch stellen müssen, wie viel Mut braucht es noch? Solchen Fragen geht die Journalistin nach, mit erstaunlicher Ehrlichkeit und dem Humor, der sie ausmacht. Ein Buch, das Fragen stellt und Antworten sucht. Offen und aufrichtig. Ein Buch, das kein Ratgeber und kein Mutmacher ist. „Davon gibt es schon viel zu viele“, sagt Christine Westermann.

Veranstalter sind Gemeinde Schalksmühle und Bücherei Schalksmühle KöB

 

Irish Folk vom Feinsten

Fragile Matt

„Fragile Matt“ fühlen sich der Tradition der irischen Folkmusik verpflichtet.

Gemütliche Atmosphäre, Musik vom Feinsten: Das sind hervorragende Bedingungen für einen perfekten Samstagabend. Den bietet die Halveraner „Tanke – Haare und Kunst“ (Thomasstraße 7) am 1. Februar. Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Inhaberin Martina Asbeck hat die Gruppe „Fragile Matt“ eingeladen. Vor allem die Liebhaber des Irish Folk werden in der Tanke auf ihre Kosten kommen.

Gefühlvoll, fröhlich und lebendig

„Fragile Matt“ fühlen sich der Tradition der irischen Folkmusik verpflichtet. Sie spielen gefühlvoll, fröhlich, lebendig und sind am besten live. Ihr Sound ist geprägt von mehrstimmigem Gesang, der von fetzigen irischen und schottischen Tunes umrahmt wird. „Fragile Matt“, das sind:

David Hutchinson (Banjo, Bodhrán, Bouzouki, Gesang): Der Musiker ist seit Jahren in der Session-Szene bekannt. Mit der Bodhrán im Arm erzählt er ganze Geschichten. Fragt man ihn nach seiner Herkunft, sagt er manchmal Kilrickle (das liegt irgendwo in Irland), mal Solingen (irgendwo im Bergischen Land). Beides ist wahr. Gemeinsam haben diese Orte, dass niemand sie kennt….

Andrea Zielke (Dudelsäckchen, Whistles, Gesang): Sie ist ein kleiner Power-Floh auf der Bühne. Andrea spielt seit Jahren auch mit der bekannten Irish Music Band „Catalpa“.

Katja Kleibrink: (Bodhrán): Katja trommelt Tag und Nacht, wenn man sie nur lässt. Sie spielt außerdem in der Wuppertaler Street-Percussion- Band „Slap Attack“.

Eine Handvoll Blues

Am 15. März ist Holger Brinkmann mit seinem Programm „Eine Handvoll Blues“ zu Gast. Sein Konzert in der Tanke beginnt um 20 Uhr. Holger Brinkmann ist Sänger, Gitarrist und Songwriter. Er hat sich seit nunmehr 25 Jahren dem Blues und Soul verschrieben. Ob Eigenkomposition oder Coversong, jede Darbietung bekommt von Brinkmann ihren ureigenen Stempel.

Feine Gitarrenarbeit

Der Musiker muss sich vor internationalem Standard nicht verstecken. Lediglich mit einer Akustikgitarre und seiner Stimme bewaffnet, zaubert er eine einzigartige Atmosphäre und macht jedes Konzert zu einer sehr intimen Angelegenheit. Holger Brinkmanns Programm besticht durch feine Gitarrenarbeit und einer Stimme, die für den Blues wie gemacht erscheint. Mit „Remember You“ legte er im Frühjahr 2013 sein Debut-Solo-Album vor und gibt damit einen kleinen Einblick in sein derzeitiges Programm.

An der Sologitarre wird Holger Brinkmann wieder einmal vom langjährigen Kollegen Rainer Humpert begleitet. Im Programm für diesen Abend daher auch einige Eigenkompositionen, die während der Zusammenarbeit bei der Bluesrock-Formation „Now And Then“ entstanden.

Reinschauen und reinhören: www.hvbbrinkmann.net

Napoleon beherrscht das Museum

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Eine Büste des Imperators ziert den Eingang zur Ausstellung „Wider Napoleon“. Foto: Wolfgang Teipel

Die Ausstellung „Wider Napoleon“ im Lüdenscheider Heimat- und Geschichtsmuseum (noch bis 23. März) wird von einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm begleitet. Am Sonntag, 26. Januar, 18 Uhr, lädt Dr. Martin Klöffler zu einer kleinen Revue revolutionärer Wissenschaftsgeschichte ein. Vorgestellt werden historische Instrumente. Die Französische Revolution und die napoleonische Zeit stürzten nicht nur Gesellschaften und Staaten um, sondern revolutionierten auch die Wissenschaften.

Original französischer Urmeter

Es war die Zeit, ein universelles Längenmaß, gültig für die gesamte Menschheit, zu erfinden. Der heute so geläufige Meter brauchte dennoch ein halbes Jahrhundert, um sich endgültig durchzusetzen. Dr. Martin Klöffler erzählt in anschaulicher Form über die historischen Zeitumstände im revolutionären Paris, die Ideen zur Vermessung und die abenteuerliche Expedition der beiden Astronomen Méchain und Delambre. Er erläutert die Vermessung mit zeitgenössischen Instrumenten und präsentiert am Schluss einen originalen französischen Urmeter (Mètre des Archives).

Musik aus der Zeit Napoleons

Weitere Veranstaltungen folgen. Am Sonntag, 2. Februar (18 Uhr), spielen Schüler der Musikschule Lüdenscheid Musik aus der Zeit Napoleons. Streicher und Pianisten präsentieren an diesem musikalisch-sinnlichen Abend Kammermusik aus dem 19. Jahrhundert und entführen die Besucher in die beginnende Epoche der Romantik.

Lutz Reike

Museumspädagoge Lutz Reike in Originalkleidung aus der Zeit um 1800. Foto: Franziska Schmieder

Mode vor über 200 Jahren

Unter dem Motto „Die haben ja gar nichts an“ geht es am Sonntag, 9. Februar, ab 18 Uhr, um Damen- und Herrenmode aus der Zeit um 1800. Geschichten, Bilder und modische Accessoires ermöglichen einen vielseitigen Blick auf die Mode jener Zeit. Fast jeder, ob Bürger oder Adliger, Frau oder Mann ist bemüht, im Rahmen seiner Möglichkeiten dem Ruf der Mode zu folgen.

Der lebendige und von der Vorführung zahlreicher Kleidungsstücke aus der Zeit um 1800 ergänzte Vortrag von Lutz Reike entführt die Besucher in die Welt der Mode um 1800, die deutlich von den Entwicklungen im napoleonischen Frankreich geprägt war. Die Empiremode steht gleichsam pars pro toto für den europäischen Kulturtransfer der napoleonischen Epoche.

Kunstraub im Namen der Freiheit

Dr. Bénédicte Savoy widmet am Donnerstag, 20. Februar (ab 18 Uhr) ihren Vortrag dem Kunstraub unter Napoleon. Der so genannte „napoleonische Kunstraub“ war der sichtbarste und spektakulärste Ausdruck einer von der Revolution übernommenen und unter dem Empire systematisch betriebenen Aneignungsideologie, die offiziell im Namen der Freiheit, später im Namen der Allgemeinheit umgesetzt wurde.

Bei diesen erzwungenen Transfers spielten Propaganda und Selbstverherrlichung des französischen Staates eine zentrale Rolle. Während Paris um 1800 zur Hauptstadt eines neuen öffentlichen, zirkulierenden, sichtbaren Wissens wurde, zeichnete sich bei den „Opfern“ – den beraubten Völkern Europas – eine sich steigernde patriotische Identifizierung mit den entwendeten Objekten ab.
Den Fürsten weggenommen, vom Volke wiedererobert, das war die Devise, die 1814/15 zum größten Restitutionsakt der europäischen Geschichte führte.

Frauenleben um 1800

Der Vortrag von Dr. Bénédicte Savoy beleuchtet Mechanismen der Auf- und Abwertung von Kunstwerken in diesem Zusammenhang. Waren die Frauenvereine von 1813 der Beginn der Emanzipation? Diese Frage wird am Sonntag, 23. Februar (18 Uhr) Dr. Inken Schmidt-Voges untersuchen- Ihr Thema lautet „Frauenleben um 1800 zwischen sozialem Wandel und politischer Zäsur“.

1813 gründeten sich in der Folge der Napoleonischen Kriege die ersten Frauenvereine in Deutschland, denen oft eine Vorreiterrolle für die späteren Frauenrechtsorganisationen des 19. Jahrhunderts zugesprochen wird. Der Vortrag blickt in die andere Richtung und fragt nach den Voraussetzungen und Herausforderungen dieser neuen Organisationsform politischen Handelns von Frauen.

Sozialer Wandel und politische Zäsur

Wie sahen die Lebenswelten von Frauen um 1800 aus, welche Handlungsspielräume standen Frauen aus unterschiedlichen Schichten und Ständen offen? Mit dem Blick auf die Wechselwirkungen zwischen sozialem Wandel und politischer Zäsur durch Revolution und „Befreiungskriege“ kann die Frage ausgelotet werden, worin das Innovationspotential dieser Frauenvereine lag.

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Lennespiegel

 

 

Überall in der Welt der Musik zuhause

Hajo solo MuT Sauerland (13)

Einlage nach der Pause: Zusammen mit Hajo Hoffmann spielt Ulrike Wesely, künstlerische Leiterin von MuT Sauerland, das Stück „Clownin“. Fotos: Wolfgang Teipel

von  Wolfgang Teipel

Hajo Hoffmann hat Lust auf Musik und das Publikum auch. Die Erwartungen im Kulturgut Schrabbenhof sind hoch. Die Besucher sind die in denkmalgeschützte Hofanlage gekommen, um Deutschlands Crossover-Ukulele-Spieler Nr. 1 zu hören. Der Hof wurde vor einiger Zeit von der privaten Kulturinitiative MuT Sauerland übernommen. Hajo Hoffmann aus Schalksmühle ist einer der ersten Gäste im Veranstaltungsprogramm 2014.

„Wie ein großes Wohnzimmer“

Im gemütlichen Ambiente fühlt sich der Musiker sichtlich wohl. „Wie ein großes Wohnzimmer“, scherzt Hajo Hoffmann über den Veranstaltungssaal im ersten Stock des Gebäudes. Diese Behaglichkeit inmitten alter Musikinstrumente und altertümlicher Möblierung überträgt sich auf den Musiker. Er bietet dem Publikum über zwei Stunden Unterhaltung pur. Hoffmann ist Musiker und ein Spieler. Er spielt mit Stimmungen, den musikalischen Genres, dem Publikum und – er spielt die Ukulele wie kein Zweiter in Deutschland. Im Schrabbenhof des 450-Seelen-Ortes Kirchhundem-Silberg stellte er am Freitag sein neues Programm „Ukulele – Sound & Voice“ vor. Vierklang statt Dreiklang: Der Abend soll sich um die zentralen Begriffe Heiterkeit, Gemeinsamkeit, Farblichkeit und Gelassenheit ranken.

Loop als Effektgerät

Der Musiker aus Schalksmühle spielt eine Konzertukulele in Quinttstimmung und benutzt als Effektgerät einen Boss-Loop. Dazu kommen seine Stimme und sparsam eingesetzte Percussion-Elemente. So erhebt er die Ukulele in den Rang eines Soloinstruments.

Hajo solo MuT Sauerland (8)

Hajo Hoffmann hoch konzentriert an der Ukulele.

Die Arbeit an der Ukulele, die Live-Einspielungen in das Effektgerät, der Kontakt zum Publikum – das alles erfordert höchste Konzentration. Kein Wunder, dass da mal die eine oder andere Nuance verloren geht. Bei aller Anstrengung – Hoffmann erlaubt sich auch gern mal einen Scherz. Als mitten in einer ruhigen Ballade draußen ein Moped vorbei knattert, nimmt die die Hände vom Instrument und mimt den Dreh an einem Gasgriff. Danach nimmt er hoch konzentriert sein Spiel wieder auf.

Fünf Jahre in Brasilien

Bei „Vamos emfrente atraz tem gente“ geht mit dynamischen Riffs kraftvoll die Post ab. Geht es um portugiesische oder brasilianische Musik ist er eben ganz in seinem Element. Hajo Hoffmann lebte fünf Jahre lang in Brasilien und studierte dort die Mandoline. „Eine ganz wichtige Zeit in meinem Leben“, sagt er. Das spürt das Publikum, und lässt sich von der Lebensfreude, die in dem Gassenhauer „Bananeira“  aufschäumt, gern anstecken.

Hajo Hoffmann interpretiert gefühlvoll die Fantasie Nr. 4 aus den zwölf Fantasien für Violine von Georg Philipp Telemann und bringt mit einer Tarantella, einem süditalienischen Tanz Schwung in die Stadtbücherei. Seine Version des Miles-Davis-Klassikers „All Blues“ vom legendären Album „Kind of Blue“ begeistert die Jazzfreunde im Publikum.

Zärtliche Töne

Der Titel „Bach im Ganges“ ist nicht nur ein Wortspiel. Im gleichnamigen Stück verschmelzen Klänge des Altmeisters Johann Sebastian Bach mit Anleihen aus der Musik Indiens und das Publikum spürt: Hajo Hoffmann ist überall in der Welt der Musik zuhause. Wenig später erklingen feinfühlige Harmonien. Zärtliche Töne perlen von den Saiten. „Lovis Love is“ – das Liebeslied ist seiner kleinen Tochter Lovis gewidmet. Sie ist gerade ein Jahr alt.

Hajo Hoffmann lebt er für die Musik und so hat er ein hohes Maß an Spielkultur und Virtuosität entwickelt. Das spürt das Publikum im Schrabbenhof und spart nicht mit Applaus. Besonderen Beifall erhalten Hajo Hoffmann und Ulrike Wesely. Die künstlerische Leiterin von MuT Sauerland spielt Cello. Mit dem Musiker aus Schalksmühle präsentierte sie das Stück Clownine. Mit dem Gastspiel von Hajo Hoffmann und dem eigenen Auftritt nach der Pause verschaffte sie der privaten Kulturinitiative einen gelungenen Start ins Veranstaltungsprogramm 2014.

Am Donnerstag, 23. Januar, spielt Hajo Hoffmann im Saal der Freien evangelischen Gemeinde Schalksmühle an der Jägerstraße. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Es wird um Spenden gebeten.

Am Sonntag, 2. Februar lädt MuT Sauerland zu einem musikalischen Streifzug durch das Leben von Franz Schubert ein. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr auf dem Kulturgut Schrabbenhof, Silberger Straße 32, in Kirchhundem-Silberg. Wolfgang Nieß blickt an diesem Nachmittag durch Schuberts Brille auf die Musikgeschichte, liest aus Tagebucheinträgen und Briefen des Genies und spielt Werke des Komponisten am Klavier.

Eintritt: 13 Euro; Vorverkauf: Bücher Hamm in Altenhundem, Bücher buy eva in Hilchenbach und über info@mut-sauerland.de

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Schroeder und Staub packen die Zeit-Lupe aus

Florian

Florian Schroeder und Volkmar Staub betrachten das Jahr 2013 noch einmal durch die Zeit-Lupe. Foto: Frank Eidel

Was war los im vergangenen Jahr? Längst vergessen? Die Kabarettisten Florian Schroeder und Volkmar Staub frischen das Gedächtnis des Publikums gern wieder auf, auch wenn’s weh tut. Am Freitag, 17. Januar, nehmen sie das Jahr 2013 noch einmal auseinander. Schroeder und Staub gastieren ab 20 Uhr in der Aula des Halveraner Anne-Frank-Gymnasiums. Wenn die beiden Kabarettisten ihre Zeit-Lupe auspacken, dann wird so manches klar.

Vorbereitung auf die Show „Schwarz-Grün“

Bei ihnen erklärt der Limburger Bischof Tebartz van Elst, warum er die katholische Kirche nur so arm machen wollte, wie Papst Franziskus sie immer haben wollte. Sie lassen Neurocker Heino Arbeiterlieder singen und zeigen, wie die Kanzlerin zusammen mit Winfried Kretschmann exklusiv in dieser Show Schwarz – Grün vorbereitet.

Wird Rösler Schiffsarzt?

Staub und Schroeder haken gnadenlos nach: Was macht die FDP jetzt? Wird Philipp Rösler wirklich Schiffsarzt auf der Costa Concordia? Und wird Edward Snowden dank Ströbele Asyl in Deutschland bekommen und dann unbefristet am Berliner Flughafen wohnen? Und wohin wendet sich die Energiewende?
Am Ende des Abends ist das Publikum für ein erfolgreiches Jahr 2014 gerüstet. Spätestens dann weiß es auch, dass der Mohrenkopf nicht Negerkuss, sondern Schaumgebäck mit Migrationshintergrund heißt.

Schroeder und Staub zeigen ein ganzes Jahr in schrägen Szenen, Parodien, Texten und Liedern. Zugabe – die ultimative Schocktherapie. Jedes Jahr neu. Ohne Rezept. An allen Kassen. Da lohnt sich die Eintritts-Maut für alle, die mit den beiden Regierungs-Widersprechern kraftvoll mitlachen wollen.

Start beim Rundfunk

Florian Schroeder lernte sein Handwerk beim Rundfunk. Parallel zu seiner Arbeit bei der Jugendhörfunkwelle des Südwestdeutschen Rundfunks studierte er in Freiburg Germanistik und Philosophie. Er war Mitglied des Kabarettquartetts Heinz, einer Herz-Erhardt-Revue. Sein erstes Soloprogramm („Auf Ochsentour“) startete er 2004. Seither ist er mit zahlreichen Kabarettpreisen ausgezeichnet worden. Volkmar Staub ist ein Allround-Talent und seit 1978 auf Bühnen in ganz Deutschland unterwegs. Seit 2004 tritt er sporadisch mit Florian Schroeder auf.

Vorverkauf: Buchhandlung Kö-Shop, 02353/903344, Lederstrumpf, 02353/612650, Vorbestellungen: inge.zensen@web.de oder 02353/665469, Ticketpreise: 22 Euro/ermäßigt 11 Euro.

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Link und Insta gestalten Möbelhaus

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Tobias Link hat die Deckenskulptur entworfen. Sie besteht aus Gipskarton. Foto: Tom Gundelwein

Das Lüdenscheider Unternehmen Insta und der Saarbrücker Lichtplaner Tobias Link haben in Frankfurt ein interessantes Projekt umgesetzt. Erstmals in der Geschichte der 1959 gegründeten Möbel Martin GmbH und Co KG wurde für das bis dato größte Geschäftshaus auch eine professionelle Lichtplanung vorgenommen.

Mit Tobias Link verbindet Insta eine jahrelange gute Zusammenarbeit, so dass Insta im Innenbereich mit LED Downlights des Typs instalight 3210 und 3242 die gewünschten Beleuchtungsaufgaben realisieren konnte. Link entwickelte beispielsweise die beispielsweise „Fuchsfeuer“, die Fassadenbeleuchtung von Insta, die während der Lichtrouten 2013 am neuen Gebäude auf der Hohe Steinert zu sehen war.

Tobias Link (1)

Der Saabrücker Lichtplaner Tobias Link und das Lüdenscheider Unternehmen Insta haben in Frankfurt ein interessantes Projekt umgesetzt. Foto: www.tobiaslink.de

Die Lichtplanung für Möbel Martin umfasst alle Außenbereiche wie Fassade, Parkplatz und Verkehrsflächen, sowie im Innenbereich die Deckengestaltung, Verkehrsflächen und Restaurant. Ein besonderes Highlight, heißt es auf der Homepage von Insta, stelle die Deckengestaltung im Atrium dar. Das Atrium bilde das Herz des Kaufhauses und sei der Hauptverkehrsknotenpunkt und Bühne für Aktionsflächen.

Gestaltung statt purer Technik

Eine von Tobias Link entworfene Deckenskulptur aus Gipskarton gestalte die sonst sehr zurückhaltenden, eher technisch gebauten Deckenflächen attraktiver. Sie bestehe aus einer Welle mit einer Amplitude von 1,2 Meter. Aus der Welle wurden ein Ring und ein Loch in der Mitte der ovalen Geometrie des Atriums herausgeschnitten. Diese zurückspringenden Flächen werden indirekt beleuchtet und nehmen tiefstrahlende Downlights für die EG-Fläche auf.

Erinnerung an ziehende Wolken

Die komplette Struktur wird aus dem zweiten Obergeschoss mit kopfbewegten LED-Movingheads in einem Licht in höherer Farbtemperatur und changierenden Abstrahlwinkeln nachgefahren. Auf fast unbewusste Weise entsteht so ein dynamisches Moment beim Betrachter, das in unmerklichen Intervallen auftritt und an ziehende Wolken erinnert.

Quadratische Licht-Deckenelemente helfen bei der Orientierung im Raum, sie zeigen große Kreuzungspunkte sowie Übergänge zu den Aufzügen an. Die Beleuchtung der Hauptverkehrsflächen wurde gestalterisch zugunsten der Ausstellungsfläche stark reduziert. Somit entsteht ein angenehmer Kontrast, der den Blick des Betrachters auf die Exponate lenkt. Gleichzeitig konnte so Energie eingespart werden.

Projektion statt selbstleuchtend

Dies gelang auch durch den Austausch der bisher verwendeten Kompaktleuchtstofflampen durch LED, die nun den Weg in kleinen Abständen mit definierten Lichtinseln rhythmisieren. Das Gesamtvolumen der eingesparten Energie allein in den Verkehrswegen lag bei 18 Prozent im Vergleich zu den früher umgesetzten Konzepten. Eine Besonderheit liegt auch in der Werbebeleuchtung. Diese wurde früher mit energieaufwändigen selbstleuchtenden Großflächentransparenten realisiert. In Mainz hingegen wurden die Werbeflächen und Schriften flach auf die Fassade montiert und mittels einer exakten Aufprojektion aus dem Bereich der Theatertechnik scharf abgegrenzt angestrahlt.

Deutlicher Einspareffekt

Um den Effekt durch einen höheren Kontrast noch stärker wirken zu lassen, wurde die sonst übliche Fassadenbeleuchtung stark reduziert. Somit konnte in diesem Fall der Energieverbrauch um über 60 Prozent im Vergleich zu den älteren Möbelhäusern gesenkt werden.

Die Projektbeteiligten
Bauherr: Möbel Martin GmbH & Co KG
Architekt: Architekten Stumperl & Becker GmbH
Elektroplanung: BIG Bechthold Ingenieurgesellschaft mbH
Steuerung: e:cue
LED-Technik: Insta Elektro GmbH, Lüdenscheid

 

Junge Leute spielen alte Meister

Solistin Diana Tishenko 2

Diana Tishchenko ist 23 Jahre alt und eine bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnete Violonistin.

Neun Stunden konzentrierte Musikproben am Tag, lange Abende und kurze Nächte, so lässt sich die Winterprobenphase des Märkischen Jugendsinfonieorchesters in Morsbach auf den Punkt bringen. Bereits am kommenden Wochenende stehen die jungen Musikerinnen und Musiker mit ihrem Programm „Peter und der Wolf“ auf der Bühne. Am Samstag, 11. Januar, geht es los mit einem Dankeschön-Konzert im Vorgriff auf das 25jährige Bestehen des MJO. Es findet in Zusammenarbeit mit der Stadt Kierspe um 19.30 Uhr im PZ der Gesamtschule Kierspe statt. Am Sonntag, 12. Januar tritt das MJO um 17 Uhr im Festsaal Riesei in Werdohl auf. Jeweils eine Stunde vorher (18.30 bzw. 16.00 Uhr) beginnt die Konzerteinführung, bei welcher das Programm erklärt und teilweise schon angespielt wird.

Das Konzert in Kierspe ist ein „Dankeschön“ Konzert. Daher wird kein Eintritt genommen. Über Spenden freut sich der Märkische Kreis natürlich. Eintrittskarten für das Sinfoniekonzert in Werdohl gibt es noch an der Abendkasse: 10,00 Euro für Erwachsene und 5,00 Euro für Schüler, Studenten etc.

Junge Musiker berichten selbst

Wie jedes Jahr haben zwei Musiker, diesmal Conny Keller und Jonathan Kriewald ihre Eindrücke von der Probephase niedergeschrieben. Hier ihr Bericht:

Thomas Grote

Thomas Grote dirigiert der Märksche Jugendsinfonieorchester.

Musik heißt Gemeinschaft erleben, und die Gemeinschaft ist bei der aktuellen Arbeitsphase des Märkischen Jugendsinfonieorchesters großartig. 39 junge Musikerinnen und Musiker sind innerhalb einer Woche bei der intensiven Erarbeitung von beinahe kammermusikalischen Werken auf besondere Art neu zusammen gewachsen. Auch neue Orchestermitglieder fühlten sich direkt ins Geschehen integriert: „Hier ist es lustig und entspannt. Es sind im Laufe der Tage viele Freundschaften entstanden“, sagt die Hornistin Elisabeth Heinrich (16), was Geigerin Sophie Gimbach, ebenfalls 16, nur bestätigen kann.

Musik muss leben

„Im Ensemble ist natürlich jeder gleich wichtig und gerade in einer so kleinen Besetzungen muss man immer hoch konzentriert sein, damit die Musik zu leben beginnt“, berichtet Geiger Jonathan Kriewald (19). Während der neunstündigen Probenarbeit wurde mit insgesamt sechs Dozenten in den verschiedenen Registern ein abwechslungsreiches und für kleine Besetzungen ideales Programm einstudiert.

Mozart Höhepunkt in der ersten Hälfte

Der Höhepunkt der ersten Konzerthälfte ist sicherlich Wolfgang Amadeus Mozarts Konzert für Violine und Orchester in G-Dur (KV 216), das von der jungen Geigerin Diana Tishchenko (23) auf sehr hohem Niveau interpretiert wird. Diana Tishchenko ist die diesjährige Stipendiatin der Märkischen Kulturkonferenz und hat neben diesem Stipendium schon viele Preise erhalten. Beim ARD-Wettbewerb, einem der wichtigsten Musikpreise, stand sie trotz ihrer Jugend im Finale.

„Peter und der Wolf“ eine Herausforderung

Auch die zweite Konzerthälfte weist ein mit Soloparts gespicktes Werk auf: Sergej Prokofjews musikalisches Märchen „Peter und der Wolf“. Die Herausforderung besteht bei diesem Werk darin, sich in die Instrumentenrollen hinein zu denken und der Fantasie freien Lauf zu lassen. So vertont die Flöte beispielsweise einen Vogel. Es gilt, diesen Vogel akustisch durchs Publikum fliegen und sein Gezwitscher so klingen zu lassen, dass der Zuhörer sich fühlt, als wäre er selbst mit Peter, dem Wolf, dem Vogel und allen anderen an der Geschichte beteiligten Figuren im Wald und beobachte das Geschehen.

Kindheitserinnerungen werden wach

Auch wurden bei dem speziell für Kinder komponierten Werk viele Kindheitserinnerungen der Mitspieler wach: „Es ist für mich etwas sehr Besonderes „Peter und der Wolf“ zu spielen, da ich es in meiner Kindheit kennen und lieben gelernt habe.“ berichtet Elisa Hasert (16). Mit Peter und der Wolf als Hauptwerk und dem klassischen Violinkonzert in der ersten Hälfte ist das Programm sehr gut für Kinder aber eben auch für das von klassischer Musik verwöhnte Kennerohr geeignet.

Text und Foto: Märkischer Kreis

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Lichtreise für Eltern und Kinder

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Diese Installation von Birgit Hölmer ist vor dem Rathaus in Bergkamen zu sehen. Foto: Stadt Bergkamen

von Wolfgang Teipel

Im Februar und im März können Eltern mit ihren Kindern das Licht in der Hellweg-Region entdecken. Die kleine Bus-Rundreise beginnt im Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna, Lindenplatz 1. Sie führt über Bönen nach Bergkamen und wieder zurück und gibt Einblicke in die faszinierende Welt der Lichtkunst – im Museum und im öffentlichen Raum. Das Zentrum für Internationale Lichtkunst arbeitet bei dieser Aktion mit dem Projekt „Hellweg – ein Lichtweg“ zusammen. An diesem Kulturprojekt beteiligen sich die Städte Bergkamen, Bönen, Fröndenberg, Hamm. Lippstadt, Lünen, Schwerte, Soest und Unna.

Getränke und Snack für zwischendurch

Gemeinsam mit den Kindern werden reisende Eltern Kunst hautnah und auf interaktive Weise erleben. Vor allem die Kinder (Altersgruppe 6 bis 12 Jahre) sollen angeregt werden, sich kreativ mit dem Thema auseinander zu setzen. Für Getränke und einen kleinen Snack für zwischendurch ist gesorgt. Die Fahrten dauern etwa drei Stunden. Zurzeit werden zwei Termine angeboten: Samstag, 8. Februar, 16.30 Uhr und Samstag, 8. März, 17 Uhr.

Preise: 8,50 Euro pro Erwachsener, 2,50 Euro pro  Kind (bis 12 Jahre);Tickets im Vorverkauf sind ab Dienstag,14. Januar, im I-Punkt der Stadt Unna, Lindenplatz 1, Unna, Telefon 02303 103 777, erhältlich.

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Die Fibonacci-Zahlenreihe auf dem Turm der ehemaligen Lindenbrauerei in Unna: Diese Reihe ist eine unendliche Folge von Zahlen (den Fibonacci-Zahlen), bei der die Summe zweier benachbarter Zahlen die unmittelbar folgende Zahl ergibt: 0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13 usw. Foto: Stadt Unna

HELLWEG – ein LICHTWEG ist ein Kulturprojekt eines Städtenetzwerkes in der Hellweg-Region. Es führt seit seiner Gründung im Jahr 2002 lichtkünstlerische Projekte zu einem identitätsstiftenden Ganzen zusammen. Darüber hinaus werden jedes Jahr neue Werke der Lichtkunst von national und international renommierten Künstlern und Künstlerinnen realisiert. Die künstlerische Gesamtleitung hatte von 2002 bis Frühling 2009 Matthias Wagner K, Berlin, inne.

Das Kulturprojekt HELLWEG – ein LICHTWEG schafft zusammen mit dem Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna eine einzigartige, öffentliche Plattform für die Lichtkunst in der Hellweg-Region, beziehungsweise in Nordrhein-Westfalen.

Lichtzentrum Ankerpunkt der Industriekultur-Route

Das Ruhrgebiet bietet nachts ein zerrissenes, oft dynamisches Muster aus Lichtern und ausgedehnten Dunkelzonen. Aber seit einigen Jahren heben sich hier besondere Lichtzeichen heraus, Leuchttürmen gleich: Lichtlandmarken, illuminierte Industriedenkmäler und im Besonderen das Zentrum für Internationale Lichtkunst e.V. , als einer von 25 Ankerpunkten der Route der Industriekultur, die mit ihrer ‚Leuchtkraft‘ der Nacht im Ruhrgebiet ein verändertes Gepräge gegeben haben. HELLWEG – ein LICHTWEG ist ein Kulturprojekt, das unter einer Künstlerischen Gesamtleitung mit den Vertretern der Städte und Gemeinden, des Zentrums für Internationale Lichtkunst e.V. und dem Zentrum für Information und Bildung der Kulturbetriebe Unna (ZIB) sowohl Gastkuratoren neue Lichtgestaltungen und Projekte initiiert.

Kein herkömmlicher Skulpturengarten

Der bereits entstandene „Lichtweg“ ist dabei kein herkömmlicher Skulpturengarten, in dem man von Kunstwerk zu Kunstwerk wandelt. Die Werke der Lichtkunst, die diesen Weg bilden, sind nicht austauschbar. Es sind Kunstwerke von Künstlern, die sich auf den jeweiligen Ort eingelassen haben. Auf die dort vorgefundene Architektur und Landschaftsstruktur, auf das soziale Umfeld, auf die historischen und auf Entwicklungen, die diese Orte geprägt haben.

Unterführungen erscheinem in neuem Licht

Als Lichtlandmarken – M. Kuball/Bönen, Mario Merz/Unna – bieten sie Orientierung im Stadt- und Landschaftsraum; als poetische oder zeitkritische Interventionen – Maik & Dirk Löbbert/Schwerte, Kirsten Kaiser/ Hamm, Birgit Hölmer, Andreas M. Kaufmann/Bergkamen, Kazuo Katase/Lünen – zelebrieren sie urbane Plätze oder bilden als Licht- und Klangskulpturen – Tilmann Küntzel/ Fröndenberg, Rochus Aust/Bergkamen – utopisch, assoziative Gegenwelten innerhalb des Alltagsgeschehens.

Brücken und Unterführungen erscheinen in „neuem“ Licht – Horst Rellecke, Günter Dohr/Hamm, Wasserläufe verwandeln sich in Skulpturenpfade oder wie in Lippstadt zur „Lichtpromenade“ – Claudia Schmacke, Gereon Lepper, Christoph Hildebrandt, Stefan Sous, Claudia Wissmann, Gunda Förster. Mit dem „Skyspace – Camera obscura space“ in Unna von James Turrell, entstand darüber hinaus eines der bedeutendsten Werke raumgreifender Lichtkunst.

Historische Sonderstellung

Dass sich gerade am Hellweg die Lichtkunst so etabliert, hat auch mit der historischen Sonderstellung der Region zu tun. „HELLWECH“ (mittelniederdt.) bedeutet „lichter Weg“ und bezieht sich seit dem Hochmittelalter auf Königs- und Heerstraßen, die in der Breite einer Speerlanze (ca. 3 Meter) von Bewuchs freigehalten werden mussten. In verschiedenen Teilen Westfalens sind in den mittelalterlichen Urkunden dutzende von „Hellwegen“ bezeugt.

Dass dieser Name dauerhaft aber nur auf die Strecke Duisburg-Höxter angewendet blieb, und ansatzweise schon im Spätmittelalter auf die Region zwischen Rhein und Weser ausgeweitet wurde, unterstreicht die Bedeutung und Sonderstellung dieser Handelsregion. (Erklärung aus: Zeitreise Hellweg – Spuren einer Straße durch die Jahrhunderte. Reinhild Stephan-Maaser, i.A. der Stadt Unna, 2000, ISBN 3-88474-932-3).

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1. Deutscher Lichtkunstpreis für Otto Piene

Piene_Lichtraum

Diesen „Lichtraum“ hat Otto Piene eigens für das Kunstmuseum Celle geschaffen. Foto: Julia Otto

von Wolfgang Teipel

Otto Piene lebt fast 6000 Kilometer Luftlinie von Lüdenscheid entfernt. Der Künstler, der beinahe bei den LichtRouten 2013 dabei gewesen wäre, sorgt aber auch ohne persönliche Präsenz in Lüdenscheid für Aufsehen. Er schuf 2013 für die “Bild”-Zeitung eines seiner berühmten Feuerbilder. Es wurde ganzseitig abgedruckt und von der Galerie Breckner als Druck, limitiert auf 100 Exemplare aufgelegt(490 Euro, Galerie Breckner, Tel. 0211/54221319). Jetzt erhält Piene den ersten Deutschen Lichtkunstpreis.

Feuerwerk für Celle

Otto Piene

Fasziniert von der Magie des Lichts: Lichtkunstpreisträger Otto Piene.

Wie das Kunstmuseum Celle mitteilt, erhält er den mit 10 000 Euro dotierten Preis am 19. Januar. Für das Celler Museum hat der Künstler einen eigenen Lichtraum sowie Kunstwerke im Außenbereich („Feuerwerk für Celle“) geschaffen.

Ein Leben für die Magie des Lichts

Bei Otto Piene dreht sich nahezu alles um das Thema Licht. Er erlebte als junger Mann während des Zweiten Weltkriegs die Verdunklung vor den Fliegerangriffen. Als das Licht nach Kriegsende wieder ohne Einschränkungen leuchten durfte, wurde es für Otto Piene zum Symbol der Freiheit. Die Magie des Lichtes hat ihn bis heute nicht losgelassen.

Bei seinen Feuerbildern trägt er dicke Lackschichten auf Papier auf. Dann entzündet er den Lack, lässt ihn brennen, sieht, wie er in der Hitze Blasen wirft und eigenwillige Strukturen auf das Papier brennt. Schließlich bläst Piene die Flamme aus. In diesem Moment entsteht das Kunstwerk.

Mitbegründer der Gruppe ZERO

Otto Piene gehörte in der 1950er Jahren zu den Begründern der Künstlergruppe ZERO. Sie wollte nach dem Krieg in der Kunst bei null beginnen und sich so von allem distanzieren, was vorher war, insbesondere von der figürlichen Kunst der Nationalsozialisten. Die ZERO-Künstler experimentierten mit Feuer, Luft und Licht. Ihr Ziel war es, die Naturelemente ohne Umwege zur Geltung kommen zu lassen. Das war durchaus nicht ungefährlich. Die Männer arbeiteten in ihren Ateliers mit Schneidbrennern. Otto Piene zündete sogar Farbe aus Sprühdosen an.

Der Künstler stammt aus Bad Laasphe in der Nähe von Siegen. Er studierte Malerei, Kunsterziehung und später auch Philosophie. 1964 übernahm er eine Gastprofessur in den USA. Später wechselte er an das berühmte Massachusetts Institut of Technology (MIT). Heute lebt er in Groton im US-Bundesstaat Massachusetts. Piene ist in zweiter Ehe mit Elizabeth Goldring verheiratet. Sie ist Künstlerin, Dichterin und Wissenschaftlerin.

Einzigartiges Konzept

Die Einrichtung in Celle nennt sich selbst das erste 24-Stunden-Kunstmuseum der Welt. Das einzigartige Museumskonzept ist beim Deutschen Marken- und Patentamt in München registriert (Nr. 39854828).

Morgens, mittags, abends und nachts bietet das Kunstmuseum Celle (www.kunst.celle.de) Begegnungen mit moderner und zeitgenössischer Kunst aus der Sammlung von Robert Simon und wechselnde Sonderausstellungen.

Reise durch das Märchenland

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Der lebendige Kasper will Abenteuer erleben und schon wimmelt es in Peters Zimmer von Märchenfiguren.

Das von allen Kindern sehnsüchtig erwartete Mendener Amateurtheater (MAT) ist am Samstag, 11. Januar, 15 Uhr, in der Festhalle Spormecke, Schalksmühle mit dem Kindertheaterstück „Der Traumkasper“ zu Gast.

Peter lebt geradezu in seinen Märchenbüchern und wünscht sich nichts sehnlicher, als dass die Gestalten aus den Geschichten lebendig wären. Seinem Kasper erzählt er all seinen Kummer. Aber der ist ja nur eine Puppe.

Durcheinander im Kinderzimmer

Eines Nachts erscheint die Fee Carminibella in Peters Zimmer und lässt seine Kasper-Puppe lebendig werden. Peter ist zunächst begeistert, aber der Kasper entpuppt sich als ziemlich ungebildet und richtet ein großes Durcheinander an. Er kippt eine Schultasche aus und reißt sogar Seiten aus Peters Heft. Dabei muss er unbedingt noch einen Aufsatz schreiben. Der lebendige Kasper aber will Abenteuer erleben, und schon wimmelt es in Peters Zimmer von Märchenfiguren, die Peter sogar bedrohen…

Als Peter am nächsten Morgen seinem Lehrer erklären will, dass sein Kasper ein Heft zerrissen hat, hat der sich schon längst wieder in eine normale Puppe verwandelt. Der Lehrer glaubt ihm natürlich nicht und auch seine Mitschüler spotten über ihn. Ein paar Tage später erscheint Carminibella nochmals und macht die Puppe wieder lebendig. Kasper kommt auf die Idee, Peters Mitschüler zu einem Fest einzuladen.

Ganz seltsamer Schatz

Die Mitschüler erscheinen tatsächlich, und dann erleben sie eine unglaubliche Reise durch das Märchenland. Sie werden vom Zauberer und der bösen Fee massiv bedroht und können sich nur retten, wenn sie einen Schatz finden.

Wie sie diese abenteuerliche und gefährliche Reise erleben und sich manchmal nur in letzter Sekunde vor dem Zauber der bösen Fee retten können und wie sie einen ganz seltsamen Schatz finden, weil sie so gut zusammen halten, davon erzählt dieses spannende Theaterstück.

Eintrittskarten für das Kindertheater gibt es im Bürgerbüro der Gemeinde Schalksmühle, Rathausplatz 1, Tel. 02355/84-0 sowie an der Tageskasse.

Amateurtheater spendet für Kinder- und Jugendhospiz

„Wir spielen für Kinder und auch der Erlös soll wieder Kindern zugutekommen, das ist unsere Philosophie des Kindertheaters“, erklärte die Vorsitzende des MAT, Conny Sauer, jetzt anlässlich einer Spendenübergabe an das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe.

Alljährlich führt das MAT, neben den Stücken für Erwachsene im Fabriktheater am Hofeskamp, in Menden und Städten der Umgebung für mehrere tausend Kinder ein Märchenstück auf. In der vergangen Spielzeit war es „Der kleine Muck“, jetzt ist es der „Traumkaspar“. „Wir wollen Kindern Freude bereiten und als gemeinnütziger Verein wollen wir nicht an Kindern verdienen. Deshalb haben wir uns entschlossen, dem Kinderhospiz den Betrag von 1000 Euro zu überreichen“, sagte MAT-Kassenchef Heinz-Josef Hedt.

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