Katharina Berndt rückt Heizkraftwerk ins Licht

Nachts leuchten die Bilder wie riesige Lichtgrafitti. Fotos: Andreas Wiegand

Nachts leuchten die Bilder wie riesige Lichtgrafitti. Fotos: Andreas Wiegand

Die dreidimensionalen Illustrationen der Lichtkünstlerin Katharina Berndt schlagen den Bogen von frühzeitlichen Felsenzeichnungen zu den Medienfassaden der Gegenwart. Für die Lüdenscheider Lichtrouten 2013 hatte sie für die Fassade des ehemaligen Kinos in der Oberstadt eine neue Sammlung gezeichneter Kuriositäten entwickelt. Im Wechselspiel von fantastischer Idee, abstrakter Zeichnung, der Verknüpfung von Gedanken und Bildern und historischer Fassade entsteht visuelle Poesie, die ohne Text auskommt.

Nominiert für Deutschen Lichtdesignpreis 2014

Eine ähnliche Atmosphäre strahlt ihr Werk „Ins Licht gerückt“ aus. Mit dieser Installation war die Bremer Künstlerin für den Deutschen Lichtdesignpreis 2014 in der Kategorie „Lichtkunst“ nominiert. Den Preis erhielt schließlich die Berliner aletja GmbH für ihre Lichtinstallation an der Berliner Bleibtreu-Brücke.

Permanente Inszenierung

Bei der Installation der Bremer Künstlerin Katharina Berndt „Ins Licht gerückt“, handelt es sich um eine permanente Lichtinszenierung eines Heizkraftwerkes mithilfe von schwarz-weißen kirchenfensterhaften Scherenschnitten. in ihrer analogen Technik ist die Arbeit so einfach wie erfrischend – trotz oder gerade wegen der antiquierten Methode, die in ihrer Umsetzung so gar nichts Verstaubtes hat. Auf diese Weise konnten besonders gut den Aspekten der Energieeffizienz als auch der Nachhaltigkeit Rechnung getragen werden, da das notwendige Licht als ständig leuchtendes Sicherheitslicht bereits vorhanden war und das Kunstwerk permanent ohne zusätzlichen Energieverbrauch bleiben kann.

Das notwendige Licht für die Installation ist als Sicherheitslicht ohnehin vorhanden. Es wird keine zusätzliche Energie verbraucht.

Das notwendige Licht für die Installation ist als Sicherheitslicht ohnehin vorhanden. Es wird keine zusätzliche Energie verbraucht.

Die Bilder interpretieren auf poetische Weise den Ort und das, was dort geschieht. Märchen und Mythen, Sprichwörter und Assoziationen rund um das Thema Hitze und Kälte verweben sich zu einem riesigen Lagerfeuer. Welches Darstellungsmedium eignet sich für dieses Thema besser als Licht?

Ein besonderer Aspekt ist dabei auch die Zweiseitigkeit der Arbeit: Tagsüber begleiten die Bilder die Heizkraftwerksmitarbeiter im Inneren des Gebäudes und nachts leuchten sie wie riesige Lichtgraffiti in den Stadtraum und werden für die vielen Passanten an der Konstabler Wache sichtbar.

Erzählerische Qualität

So bekam dieser rein funktionale unbeachtete Nutzbau im Herzen Frankfurts eine repräsentativ erzählerische Qualität und konnte damit dem Potential seiner zentralen Lage in der Außenwirkung gerecht werden.

Ins Licht gerückt, Mainova-Heizkraftwerk, Frankfurt

Kategorie:
Lichtkunst

Katharina Berndt
Plantage 9
28215 Bremen
Deutschland

Lichtplanung
Katharina Berndt

Weitere Projektbeteiligte

Bauherr
Mainova AG

Hesse

Blogger-Kollegen:

www.komplett-magazin.de

unserlünsche

www.sesekegefluester.de

www.nordstadtblogger.de

www.rundblick-unna.de

bergkamen-infoblog.de

Tödlicher-Spätsommer

www.tongebiet.de

www.worteffekte.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.