Philipp Geist braucht keine Leinwände

Philipp Geist verbindet Architektur und Lichtkunst. Foto: Oliver Blume

Philipp Geist verbindet Architektur und Lichtkunst. Foto: Oliver Blume

Der Licht-Künstler Philipp Geist zeigt bei der „Langen Nacht der Museen“ in München am 18., 19. Und 20. Oktober eines seiner weltweit bekannten Lichtkunst-Projekte. Dabei entwickelt Geist im Innenhof des Künstlerhauses eine malerische Lichtkunst-Projektion, die den Ort und die Besucher mit einbezieht.

Im Zusammenspiel der Bausubstanz des Gebäudes mit den abstrakten, geometrischen Videoarbeiten, entwickelt der Künstler einen Dialog vor Ort, der die Architektur mit seiner künstlerischen Arbeit verbindet.

Seine bisherigen Video-Mapping-Installationen verzichten auf Leinwände und verwandeln verschiedenste Architekturen in bewegte, malerische Lichtskulpturen, die die Wahrnehmung der Betrachter von Zwei- und Dreidimensionalität herausfordern.

Bilderwelten aus dem Computer

Philipp Geist lässt am Computer malerische, abstrakte Bilderwelten entstehen, die auf organisch-mikroskopische Strukturen verweisen. Durch ihre Tiefe und Dreidimensionalität symbolisiert die Arbeit den sich ständig erweiternden Raum von Zeit, und stellt durch ihre Vielschichtigkeit und Dichte die komplexen Netzwerke dar. Geometrische, räumliche Formen wie Quadrate, Kuben, durchbrochene Flächen, Linien und Strahlen überlagern sich in einem kontinuierlichen Prozess und bauen ein Gesamtbild auf, um dieses im nächsten Moment wieder aufzulösen.

Es entsteht eine komplexe Bildarchitektur, die ständig im Fluss ist, und Bildkompositionen, die teils minimal-puristisch, teils farbintensiv, traumartig und schemenhaft-zerbrechlich wirken.

Über Philipp Geist: Philipp Geist (Jahrgang 1976) arbeitet weltweit als Künstler mit den Medien Video / Lichtinstallation, Fotografie und Malerei. Derzeit ist seine Arbeit inBetween in der Gruppenausstellung Scheinwerfer II des Kunstmuseums Celle noch bis Oktober zu sehen.

Lichtkunst in der Deutschen Botschaft in Prag

2014 entwickelte er anlässlich des Deutsch-Brasilianischen-Jahres in Rio de Janeiro eine zusammenhängende Videoinstallation an der weltbekannten Cristo Redentor Statue und projizierte großflächig auf die Favela Santa Marta. Und am 30.September/ 01. Oktober 2014 wird er anlässlich der 25 Jahre Maueröffnung ein Lichtkunstinstallation an der Deutschen Botschaft in Prag und Anfang September 2014 in Dessau am Bauhaus Museum umsetzen.

Termine und Preise: 18. Oktober: € 15,- im Rahmen der Langen Nacht der Museen
19. / 20. Okober 2014: € 5,- Sondervorstellung; Beginn jeweils 19.30 Uhr

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