LichtRouten ein Fest für Fotografen

LichtRouten

Bei den „Flowers of Change“: Foto: Martin Büdenbender

Für Fotografien sind die Lüdenscheider LichtRouten auch immer eine Art fest. Hier können sich zur blauen Stunde die Outdoor-Installationen ablichten und sich auch Indoor austoben.

Auf dem Parkplatz am Gothaer-Parkhaus. Foto: Martin Büdenbender

 

Einer dieser Fotografen ist Martin Büdenbender. Gut 30 Jahre hat  der Lüdenscheider als Bildredakteur der Westfälischen Rundschau tagesaktuell das Geschehen in der Kreisstadt und der Region im Bild festgehalten.

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Karim Jabbari lässt die Schönheit der Schrift sprechen

Karim Jabbari

Karim Jabbari lässt die Schönheit der Schrift sprechen. Fotos: Wolfgang Teipel

Karim Jabbari lässt die Schönheit der Schrift sprechen. Wie er das macht, das reißt bei den Live-Performances des tunesischen Lichtkünstlers im Rosengarten das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin.  Karim Jabbari könnte zu den Stars der Lüdenscheider LichtRouten 2018 werden.

Seine Werkzeuge sind eine Digitalkamera und verschiedenste Lichtquellen. Damit kreiert er auf der Grundlage arabischer kalligrafischer Schriftzeichen, die auf einer Wand des Bistros L’Aperitif am Rosengarten erscheinen. Arbeit vermittelt die Illusion, dass die Fotos digital verändert werden. Weiterlesen

Lüdenscheider Köpfe im Blattwerk

Am Wendeplatz der Corneliusstraße blickt Emmy vom Hofe die Passanten mit wachen Augen an. Foto: Wolfgang Teipel

Porträts im Blattwerk – Lüdenscheider Köpfe mit Aus- und Weitblick begleiten die LichtRouten 2018. Ein Kollektiv hat Fotos von vier Lüdenscheidern aus den Archiven gekramt, um sie aus Anlass den 750. Stadtjubiläum zu zeigen.

Darunter befindet sich auch ein Porträt von Emmy vom Hofe. Sie schaut Passanten am Wendeplatz am Ende der Corneliusstraße mit wachen Augen an.

Wer war diese Frau? Eigentlich hätte sie als Bildhauerin eine der ganz Großen werden können. Das Werk der in Lüdenscheid geborenen Künstlerin (1883 – 1964) wurde aber Zeit ihres Lebens verkannt. Weiterlesen

Ralph Kistler und die Schatten des Absurden

 

Ralph Kistler

Schatten an der Wand. Fotos: Wolfgang Teipel

Rappeln, klappern, knistern und Schatten an der Wand: Ralph Kistler hat für die Lüdenscheider LichtRouten im Sauerlandcenter eine Art Spielzeugladen eröffnet. Der Mann, der wechselweise auf Teneriffa oder in München lebt verkauft allerdings keins der schrill-bunten Plastikprodukte, die in den insgesamt 16 Tageslichtprojektoren in Mini-Theatern ihr ganz eigenes künstliches Leben führen und zudem als fantasievolle Schatten über Wände und Decken huschen.

Ironischer Kommentar

Die Arbeit des 49-Jährigen ist ein ironischer Kommentar auf den Konsumismus unserer Zeit. Sie heißt „Chineese Tales“ und erzählt die Geschichte vom unglaublichen Erfindergeist der Chinesen, bei dem Versuch Produkte zu kreieren, die Europäer schließlich kaufen sollen. Weiterlesen

Ein kleines Wunder aus Klebeband

Numen/For Use

Raumschiff, Spinnenetz und von Innen eine Höhle: Die Installation von „Numen/For Use“ im Loher Wäldchen ist begehbar. Foto: Wolfgang Teipel

Von Weitem sieht es aus, als ob ein bizarr geformtes Raumschiff im Loher Wäldchen gelandet sei. Kommt man näher, erweckt das Gebilde den Eindruck eines riesigen Spinnennetzes. Gesponnen hat das Team von „Numen/For Use“ allerdings nicht. Es wurde getaped was das Zeug hält. Rund 30 Kilometer handelsübliches Klebeband haben die Frauen und Männer zwischen den alten Bäumen verspannt – geschätzte 1200 Rollen. Rund eine Woche nahmen sie dabei abenteuerliche Haltungen und hohen Leitern ein. Ein Knochenjob. Er hat sich gelohnt.

Die Besucher nähern sich der LichtRouten-Installation meist staunend. Sie betasten das Gebilde. Ist es wirklich Klebeband? Kann man hineinklettern? Hält das auch?

Die Besucher können die verzweigte Höhle selbst erforschen. Foto: Wolfgang Teipel

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Annika Hippler erobert den Raum

Lichtrouten

Das Wesen des Lichts ist unergründlich. Wie vielfältig es sich in der Kunst einsetzen lässt, zeigt Annika Hippler. Die Lichtkünstlerin aus Berlin beeindruckt bei den Lüdenscheider LichtRouten 2018 mit einer Rauminstallation im Gebäude Humboldtstraße 9.

Das noch unbetitelte Werk ist einfach aber höchst wirkungsvoll konstruiert. Über einer Reihe von Laserstrahlern, die kompakt um Raum aufgebaut sind, hängen mit durchsichtigem Gewebe bespannte runde Gebilde. Weiterlesen

Erfahrungsaustausch mit den Künstlern

LichtRouten

Beim Erfahrungsaustausch vor der LichtRouten-Generalprobe am Donnerstag erhielten alle Beteiligten wichtige Informationen. Foto: Wolfgang Teipel

Ein spannender Nachmittag in der Humboldtvilla, dem Hauptquartier der aktuellen Lüdenscheider LichtRouten: Auf Einladung von Kuratorin Bettina Pelz trafen sich Künstler, Medien und Assistenten zu einem anregenden Gedankenaustausch.

Künstlerinnen und Künstler erläuterten ihre Lüdenscheider Installationen und zeigten weitere Beispiele ihrer Arbeit. Eva-Maria Joeressen und Klaus Kessner vom Team Joeressen+Kessner waren schon beim ersten Besuch im Frühjahr fasziniert vom Lüdenscheider Kulturhaus. Insbesondere die Dachflächen des architektonisch auffälligen Gebäudes hatten es ihnen angetan.

Das Kulturhaus – verändert vom Team Joeressen+Kessner. Foto: Joeressen+Kessner

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Ingo Wendt zeigt raumgreifendes Werk im Kirchturm

Ingo Wendt

Der Aufstieg ins Turmzimmer von St. Joseph und Medardus lohnt sich nicht nur für Fotografen. Foto: Wolfgang Teipel

„Farbe und Licht ermöglichen mir wie ein Maler zu arbeiten, aber in viel größeren Dimensionen.“ Welche Dimension und Formen er dabei kreiert, zeigt der Lichtkünstler Ingo Wendt ab heute (28. September) bis 7. Oktober bei den Lüdenscheider LichtRouten 2018. Wer seine Installation „Chronotop“ sehen möchte, sollte die 75 Stufen zum Turmzimmer der Kirche St. Joseph und Medardus am Sauerfeld erklimmen. Es lohnt sich. Der Raum ist ein Ort zum Entschleunigen über den Dächern der Stadt – einen geeigneteren Platz hätte der Lichtkünstler aus der Pfalz für sein raumgreifendes Werk kaum finden können. Weiterlesen

Empfindsame Blumen aus Plastik

Die Natur kommuniziert mit den Menschen. Sie können es nur nicht sehen. Der französische Künstler Pierre Estève macht mit seinen „Flowers of Change“ dieses Phänomen sichtbar. Nähert man sich den fantasievollen Gebilden, die einst Plastikflaschen waren, sehr langsam, so verändern sie ihre Farbe.

Bewegungsmelder in Kombination mit LED-Leuchten lassen die Blüten schimmern. Berühren sollte man die fragilen Gebilde, die an geheimnisvolle Wesen aus den Tiefeb des Meeres erinnern, allerdings nicht. Weiterlesen

Objekte strahlen im Schwarzlicht

LichtRouten

Im Innenraum der Eröserkirche ist ein ganz eigener Kosmos entstanden. Foto: Wolfgang Teipel

Lebenswege – sie können gerade verlaufen, unterbrochen werden oder auch mal vom ursprünglichen Ziel abweichen. „Lebenswege“, so nennt der polnische Künstler Marek Radke seine Rauminstallation im Erdgeschoss des Sauerlandcenters. Sie ist während der Lüdenscheider LichtRouten 2018 von 19.30 bis 24 Uhr zu sehen.

Marek Radke verwendet in seinen Arbeit Schwarzlicht und fluozierende Farben. So werden seine Installationen zu wahren Wunderkammern. Zu „Lebenswege“ gehört auch eine riesige Silberfolie, die von einem Ventilator in Bewegung versetzt wird. Weiterlesen