Tag Archiv für Lichtkunst

Meisterstück „Luminaris“

 

Perfekt gemacht: Animation und reale Darsteller. Foto: Wolfgang Teipel

Ein rührender Abgesang auf die gute alte Glühlampe – der argentinische Regisseur Juan Pablo Zaramella hat mit seinem Streifen „Luminaris“ die Besucher der Lüdenscheider LichtRouten 2018 beeindruckt.

Reale Darsteller und animierte Objekte

Was in 6:15 Minuten über die über die große Wand am Parkplatz hinter dem Gothaer Parkhaus flimmerte, war ein Kurzfilm, der mit Pixilationstechnik reale Darsteller mit animierten Objekten verbindet. Und immer ging es um die Glühlampe, der die EU per Verordnung im Jahr 2009 den Garaus gemacht hat.

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Ralph Kistler und die Schatten des Absurden

 

Ralph Kistler

Schatten an der Wand. Fotos: Wolfgang Teipel

Rappeln, klappern, knistern und Schatten an der Wand: Ralph Kistler hat für die Lüdenscheider LichtRouten im Sauerlandcenter eine Art Spielzeugladen eröffnet. Der Mann, der wechselweise auf Teneriffa oder in München lebt verkauft allerdings keins der schrill-bunten Plastikprodukte, die in den insgesamt 16 Tageslichtprojektoren in Mini-Theatern ihr ganz eigenes künstliches Leben führen und zudem als fantasievolle Schatten über Wände und Decken huschen.

Ironischer Kommentar

Die Arbeit des 49-Jährigen ist ein ironischer Kommentar auf den Konsumismus unserer Zeit. Sie heißt „Chineese Tales“ und erzählt die Geschichte vom unglaublichen Erfindergeist der Chinesen, bei dem Versuch Produkte zu kreieren, die Europäer schließlich kaufen sollen. Weiterlesen

Annika Hippler erobert den Raum

Lichtrouten

Das Wesen des Lichts ist unergründlich. Wie vielfältig es sich in der Kunst einsetzen lässt, zeigt Annika Hippler. Die Lichtkünstlerin aus Berlin beeindruckt bei den Lüdenscheider LichtRouten 2018 mit einer Rauminstallation im Gebäude Humboldtstraße 9.

Das noch unbetitelte Werk ist einfach aber höchst wirkungsvoll konstruiert. Über einer Reihe von Laserstrahlern, die kompakt um Raum aufgebaut sind, hängen mit durchsichtigem Gewebe bespannte runde Gebilde. Weiterlesen

Erfahrungsaustausch mit den Künstlern

LichtRouten

Beim Erfahrungsaustausch vor der LichtRouten-Generalprobe am Donnerstag erhielten alle Beteiligten wichtige Informationen. Foto: Wolfgang Teipel

Ein spannender Nachmittag in der Humboldtvilla, dem Hauptquartier der aktuellen Lüdenscheider LichtRouten: Auf Einladung von Kuratorin Bettina Pelz trafen sich Künstler, Medien und Assistenten zu einem anregenden Gedankenaustausch.

Künstlerinnen und Künstler erläuterten ihre Lüdenscheider Installationen und zeigten weitere Beispiele ihrer Arbeit. Eva-Maria Joeressen und Klaus Kessner vom Team Joeressen+Kessner waren schon beim ersten Besuch im Frühjahr fasziniert vom Lüdenscheider Kulturhaus. Insbesondere die Dachflächen des architektonisch auffälligen Gebäudes hatten es ihnen angetan.

Das Kulturhaus – verändert vom Team Joeressen+Kessner. Foto: Joeressen+Kessner

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Ingo Wendt zeigt raumgreifendes Werk im Kirchturm

Ingo Wendt

Der Aufstieg ins Turmzimmer von St. Joseph und Medardus lohnt sich nicht nur für Fotografen. Foto: Wolfgang Teipel

„Farbe und Licht ermöglichen mir wie ein Maler zu arbeiten, aber in viel größeren Dimensionen.“ Welche Dimension und Formen er dabei kreiert, zeigt der Lichtkünstler Ingo Wendt ab heute (28. September) bis 7. Oktober bei den Lüdenscheider LichtRouten 2018. Wer seine Installation „Chronotop“ sehen möchte, sollte die 75 Stufen zum Turmzimmer der Kirche St. Joseph und Medardus am Sauerfeld erklimmen. Es lohnt sich. Der Raum ist ein Ort zum Entschleunigen über den Dächern der Stadt – einen geeigneteren Platz hätte der Lichtkünstler aus der Pfalz für sein raumgreifendes Werk kaum finden können. Weiterlesen

Objekte strahlen im Schwarzlicht

LichtRouten

Im Innenraum der Eröserkirche ist ein ganz eigener Kosmos entstanden. Foto: Wolfgang Teipel

Lebenswege – sie können gerade verlaufen, unterbrochen werden oder auch mal vom ursprünglichen Ziel abweichen. „Lebenswege“, so nennt der polnische Künstler Marek Radke seine Rauminstallation im Erdgeschoss des Sauerlandcenters. Sie ist während der Lüdenscheider LichtRouten 2018 von 19.30 bis 24 Uhr zu sehen.

Marek Radke verwendet in seinen Arbeit Schwarzlicht und fluozierende Farben. So werden seine Installationen zu wahren Wunderkammern. Zu „Lebenswege“ gehört auch eine riesige Silberfolie, die von einem Ventilator in Bewegung versetzt wird. Weiterlesen

Der Florist des Wandels sagt’s mit Blumen

 

Flowers of Change

Pierre Estève mit einer seiner vielen Flowers of Change. Foto: Wolfgang Teipel

Sag’s mit Blumen: Pierre Estève ist der Florist des Wandels. Sein Projekt „Flowers of Change“ bietet vielen die Chance, über den tiefgreifenden Wandel in der Welt nachzudenken. Bei den LichtRouten Lüdenscheid ist im Garten der Humboldtvilla sein Garten mit 150 Blumen aus Plastik zu sehen. Er soll zum Meditieren einladen.

„Schaut Euch den Garten nicht nur von außen an. Geht hinein, hört den Sound und geht in Euch“, appelliert der Franzose ans Publikum. Die zunehmende Vermüllung der Welt ist sein großes Thema. Weiterlesen

Entdeckungsreise zwischen Nostalgie und Zukunft

Pedro Cabrita Reis: I dreamt your house was a line, © Kewenig

 

Das Internationale Zentrum für Lichtkunst Unna zeigt vom 25. November bis 8. April die Ausstellung ¡BRIGHT! Sie bildet die Fortsetzung der 2015 mit ¡DARK! begonnenen Ausstellungsreihe, in der die Sehgewohnheiten des Besuchers auf besondere Weise herausgefordert werden. Während ¡DARK! Installationen in fast völliger Dunkelheit zeigte, wird ¡BRIGHT! dem Besucher etwas abverlangen: alle Installationen nutzen weißes Licht in Form von Neon oder Leuchtstoffröhren und sind zugleich eine Hommage an langsam im Verschwinden begriffene Lichtquellen.

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Deutscher Lichtkunstpreis für Brigitte Kowanz

Brigitte Kowanz Infinity and Beyond Beitrag Österreich-Pavillon (Detail) 2017 iPhone 09.01.2007 Neon, Spiegel: 80 cm x 190 cm x 19 cm Foto: Tobias Pilz

Brigitte Kowanz erhält den Deutschen Lichtkunstpreis. Mit der Auszeichnung ehrt die Robert Simon Kunststiftung die international erfolgreiche Wiener Künstlerin für ihr herausragendes Lebenswerk. Brigitte Kowanz ist die dritte Künstlerin, an die der mit 10.000 Euro dotierte Preis vergeben wird. Der Deutsche Lichtkunstpreis wird alle zwei Jahre im Kunstmuseum Celle verliehen. Erster Preisträger war 2014 Otto Piene und zweiter Mischa Kuball 2016. Weiterlesen

Mischa Kuball erhält den Deutschen Lichtkunstpreis

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Mischa Kuball

2013 kreierte Mischa Kuball in Kattowitz die „Ghosttram“. Foto: Krzysztof Szeweczyk

Mischa Kuball erhält den Deutschen Lichtkunstpreis. Mit der Auszeichnung ehrt am Sonntag, 17. Januar, die Robert Simon Kunststiftung den international agierenden Künstler für seinen herausragenden Umgang mit Licht als Medium der öffentlichen (Inter-)Aktion. Mischa Kuball ist der zweite Künstler, an den der mit 10.000 Euro dotierte Preis vergeben wird. Der Deutsche Lichtkunstpreis wird alle zwei Jahre im Kunstmuseum Celle verliehen. Erster Preisträger war 2014 Otto Piene.

Otto Piene war der erste Preisträger. Foto: LWL

Otto Piene war der erste Preisträger. Foto: LWL

„Kuball ist kein Maler des Lichts, Kuball ist ein Konzeptkünstler des Lichts, ein politischer Künstler des Lichts – eine einzigartige Position von Rang.“ (Peter Weibel) In seinen Installationen macht der Künstler die politischen und sozialen Dimensionen des künstlerischen Werkstoffs Licht kenntlich „Licht ist Soziologie, Licht ist Politik“ umschreibt Mischa Kuball selbst seinen Ansatz. Weiterlesen