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Sie bringen die LichtRouten auf die Bretter

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Ob Radlader oder Besen: Lüdenscheider Handwerker packen bei den LichtRouten mit an. Dabei sind neben Björn Gürtler und Thomas Matschulat auch Dietmar Wacker, Martin Frank und Dirk Woeste. Foto: Wolfgang Teipel

Im verlassenen Damrosch-Komplex an der Bahnhofsallee herrscht wieder Leben. Elektriker, Gerüstbauer, Mitarbeiter einer Bau- und Möbeltischlerei und weitere Männer machen sich hier zu schaffen. LichtRouten-Kurator Tom Groll blickt in die Runde. „Das sind die Leute, die die Künstler auf die Bretter bringen“, sagt er. Ohne ihre Unterstützung müsste so mancher auf Strom und andere Dinge warten. „Inzwischen sind wir ein eingespieltes Team“ bekräftigt Tom Groll. Das bestätigen Björn Gürtler (Elektro Gürtler), Thomas Matschulat (Gerüstbau Matschulat), Dietmar Wacker (Bau- und Möbeltischlerei handWERK 4), Martin Franke (Hof und Garten) sowie Dirk Woeste (Baumschule Woeste) gern. Sie und ihre Mitarbeiter packen seit Jahren mit an, wenn bei den LichtRouten Handwerker gefragt sind.

Etat wird entlastet

„Ohne die Unterstützung dieser Sponsoren wären die LichtRouten kaum möglich“, erklärt Jörg Marré, Geschäftsführer des Lüdenscheider Stadtmarketing (LSM). Das Engagement der Unternehmen entlaste den Etat für die LichtRouten. Jeder Cent, der bei den Vorbereitungen eingespart werden könne, fließe in die künstlerische Ausgestaltung des Internationalen Forums für Licht in Kunst und Design vom 27. September bis 6. Oktober.

Männer räumen Schutt beiseite

Zurzeit wird der verlassene Damrosch-Komplex hergerichtet. Die Männer räumen Schutt beiseite, entfernen etwaige Stolperfallen und kümmern sich um die Stromversorgung. Dass ein Stromzähler, der noch vor einigen Wochen in der großen Halle hing, inzwischen verschwunden ist, erleichtert die Arbeit nicht.

Wenn Audrey Rocher und Roland Devocelle anreisen, um ihren Beitrag zu den LichtRouten zu installieren, wird alles perfekt sein. Der Künstlername des Duos lautet übrigens „Atsara“. Atsara projiziert geometrische Farb- und Formsysteme auf organisch-geformte Drahtgebilde. Wo das projizierte Bild auf reflektierenden Draht trifft, wird es sichtbar, ein großer Bildanteil verschwindet in der dunklen Umgebung. Die animierten Strukturen und Systeme zerfallen in Bildausschnitte, die über die Drahtgebilde zu fließen scheinen. Zweiter im Bunde ist der Berliner Künstler Max Sudhues. Er nutzt die kleinere Halle. Er präsentiert eine Art visuelles Kaleidoskop. Grundlage sind Fundstücke und Aufnahmen aus der verlassenen Holzhandlung.

Gesucht und gefunden

Die LichtRouten und die Handwerker-Teams haben sich gesucht und gefunden. Musste Tom Groll bei den ersten Veranstaltungen noch Helfer aus städtischen Betrieben rekrutieren, so kann er inzwischen auf die eingespielte Crew zurückgreifen. „Lüdenscheid ist eben eine tatkräftige Stadt bei solchen Dingen“, sagt LSM-Geschäftsführer Jörg Marré.