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Junge Leute spielen alte Meister

Solistin Diana Tishenko 2

Diana Tishchenko ist 23 Jahre alt und eine bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnete Violonistin.

Neun Stunden konzentrierte Musikproben am Tag, lange Abende und kurze Nächte, so lässt sich die Winterprobenphase des Märkischen Jugendsinfonieorchesters in Morsbach auf den Punkt bringen. Bereits am kommenden Wochenende stehen die jungen Musikerinnen und Musiker mit ihrem Programm „Peter und der Wolf“ auf der Bühne. Am Samstag, 11. Januar, geht es los mit einem Dankeschön-Konzert im Vorgriff auf das 25jährige Bestehen des MJO. Es findet in Zusammenarbeit mit der Stadt Kierspe um 19.30 Uhr im PZ der Gesamtschule Kierspe statt. Am Sonntag, 12. Januar tritt das MJO um 17 Uhr im Festsaal Riesei in Werdohl auf. Jeweils eine Stunde vorher (18.30 bzw. 16.00 Uhr) beginnt die Konzerteinführung, bei welcher das Programm erklärt und teilweise schon angespielt wird.

Das Konzert in Kierspe ist ein „Dankeschön“ Konzert. Daher wird kein Eintritt genommen. Über Spenden freut sich der Märkische Kreis natürlich. Eintrittskarten für das Sinfoniekonzert in Werdohl gibt es noch an der Abendkasse: 10,00 Euro für Erwachsene und 5,00 Euro für Schüler, Studenten etc.

Junge Musiker berichten selbst

Wie jedes Jahr haben zwei Musiker, diesmal Conny Keller und Jonathan Kriewald ihre Eindrücke von der Probephase niedergeschrieben. Hier ihr Bericht:

Thomas Grote

Thomas Grote dirigiert der Märksche Jugendsinfonieorchester.

Musik heißt Gemeinschaft erleben, und die Gemeinschaft ist bei der aktuellen Arbeitsphase des Märkischen Jugendsinfonieorchesters großartig. 39 junge Musikerinnen und Musiker sind innerhalb einer Woche bei der intensiven Erarbeitung von beinahe kammermusikalischen Werken auf besondere Art neu zusammen gewachsen. Auch neue Orchestermitglieder fühlten sich direkt ins Geschehen integriert: „Hier ist es lustig und entspannt. Es sind im Laufe der Tage viele Freundschaften entstanden“, sagt die Hornistin Elisabeth Heinrich (16), was Geigerin Sophie Gimbach, ebenfalls 16, nur bestätigen kann.

Musik muss leben

„Im Ensemble ist natürlich jeder gleich wichtig und gerade in einer so kleinen Besetzungen muss man immer hoch konzentriert sein, damit die Musik zu leben beginnt“, berichtet Geiger Jonathan Kriewald (19). Während der neunstündigen Probenarbeit wurde mit insgesamt sechs Dozenten in den verschiedenen Registern ein abwechslungsreiches und für kleine Besetzungen ideales Programm einstudiert.

Mozart Höhepunkt in der ersten Hälfte

Der Höhepunkt der ersten Konzerthälfte ist sicherlich Wolfgang Amadeus Mozarts Konzert für Violine und Orchester in G-Dur (KV 216), das von der jungen Geigerin Diana Tishchenko (23) auf sehr hohem Niveau interpretiert wird. Diana Tishchenko ist die diesjährige Stipendiatin der Märkischen Kulturkonferenz und hat neben diesem Stipendium schon viele Preise erhalten. Beim ARD-Wettbewerb, einem der wichtigsten Musikpreise, stand sie trotz ihrer Jugend im Finale.

„Peter und der Wolf“ eine Herausforderung

Auch die zweite Konzerthälfte weist ein mit Soloparts gespicktes Werk auf: Sergej Prokofjews musikalisches Märchen „Peter und der Wolf“. Die Herausforderung besteht bei diesem Werk darin, sich in die Instrumentenrollen hinein zu denken und der Fantasie freien Lauf zu lassen. So vertont die Flöte beispielsweise einen Vogel. Es gilt, diesen Vogel akustisch durchs Publikum fliegen und sein Gezwitscher so klingen zu lassen, dass der Zuhörer sich fühlt, als wäre er selbst mit Peter, dem Wolf, dem Vogel und allen anderen an der Geschichte beteiligten Figuren im Wald und beobachte das Geschehen.

Kindheitserinnerungen werden wach

Auch wurden bei dem speziell für Kinder komponierten Werk viele Kindheitserinnerungen der Mitspieler wach: „Es ist für mich etwas sehr Besonderes „Peter und der Wolf“ zu spielen, da ich es in meiner Kindheit kennen und lieben gelernt habe.“ berichtet Elisa Hasert (16). Mit Peter und der Wolf als Hauptwerk und dem klassischen Violinkonzert in der ersten Hälfte ist das Programm sehr gut für Kinder aber eben auch für das von klassischer Musik verwöhnte Kennerohr geeignet.

Text und Foto: Märkischer Kreis

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