Tag Archiv für Tom Groll

Katharina Berndt: Ein Papagei als Weihnachtsmann

Katharina Berndt

Die „Alternative Weihnachtskutsche“ auf der Fassade der Humboldt-Villa. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Katharina Berndt lässt sich gerne von Mythen, Sagen und Märchen inspirieren. Eine Weihnachtskutsche, gezogen von Rentieren mit einem rot gewandeten Weihnachtsmann – das käme der Lichtkünstlerin aus Bremen wohl kaum in den Sinn. Ihre „Alternative Weihnachtskutsche“ ist zurzeit auf der Fassade der Humboldt-Villa zu sehen. Vor den Schlitten sind Schwäne gespannt, ein Papagei reicht mit seinem Schnabel Geschenke heraus. Die Päckchen werden von Vögeln angenommen und weitertransportiert. Dazu flirrt allerlei Getier durch die Lüfte – alles in Schwarz-Weiß.

Die alternative Weihnachtskutsche ist eine Auftragsarbeit des Lüdenscheider Stadtmarketings (LSM). Geschäftsführer André Westermann möchte mit diesem Werk von Katharina Berndt einen Lichtblick setzen. Weiterlesen

LichtKunstKalender: Beeindruckende Videos auf der Erlöserkirche

LichtKunstKalender Heiligabend

LichtKunstKalender Tag 23

LichtKunstKalender Tag 22

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Countdown für den 1. LichtKunstKalender läuft

Auch Kuno Seltmann liefert Beiträge für den 1. Lüdenscheider LichtKunstKalender. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Der Countdown für den 1. Lüdenscheider LichtKunstKalender läuft. Am 1. Dezember wird das erste Video des von Tom Groll initiierten Lichtkunstprojektes auf dem Seitenschiff der Erlöserkirche zu sehen sein (18 bis 22 Uhr). Tom Groll hat die Beiträge von Katharina Berndt, Kuno Seltmann, Oliver Iserloh, Robert Sochacki, die mit dem Sound von Sam Khatam versehen sind, schon in Gänze gesehen. „Es wird fantastisch“, schwärmt er. „Und es wird einige Überraschungen geben.“

Das Publikum darf keinen Adventskalender herkömmlicher Art erwarten. Auch wenn sich das Konzept an den klassischen Begleiter durch die Vorweihnachtszeit anlehnt. Weiterlesen

Hoffen auf die magischen Momente

LichtRouten

Bettina Pelz und Tom Groll erschaffen seit 2002 die Lüdenscheider LichtRouten immer wieder neu. Foto: Wolfgang Teipel

Auf dem Weg von der Konzeptidee bis zur endgültigen Umsetzung wird oftmals bis zur letzten Minute improvisiert. Das hat Bettina Pelz in vielen Jahren gelernt. Deshalb bleibt die Kuratorin der Lüdenscheider LichtRouten 2018 meist ganz gelassen. Auch wenn sich beim Pressegespräch das Handy immer wieder meldet. „Sorry“, sagt sie. Und nach einer kurzen Unterbrechung geht es weiter.

Wenige Tage vor der Eröffnung der LichtRouten 2018 hat sie sich ein wenig Zeit genommen. Wir sitzen im Café Fabriksken. Vor Bettina Pelz steht eine große Tasse Tee. Neben ihr sitzt Aymen Gharbi, ihr Ko-Kurator der großen Lichtkunst-Ausstellung „Interference“ in Tunis. Er gehört in Lüdenscheid fest zum Team und übernimmt unter anderem Arbeiten an der LichtRouten-Website www.lichtrouten.de und die Betreuung der Künstler. Weiterlesen

LichtRouten ziehen Menschen aus aller Welt an

LichtRouten

Aymen Gharbi und Frankie Macaulay am Brunnen auf dem Graf-Engelbert-Platz. Foto: Wolfgang Teipel

Die Lüdenscheider LichtRouten strahlen seit 2002 nicht nur aus in alle Welt. Sie ziehen auch Menschen aus aller Welt an. Für Bettina Pelz ist das immer wieder ein Erlebnis besonderer Art. Sie kuratiert zusammen mit Tom Groll seit 2002 die Lüdenscheider LichtRouten und darüber hinaus Licht-Festivals in aller Welt.

Das Stichwort lautet „international“. Nicht nur die Künstler kommen aus aller Herren Länder. In diesem Jahr hat Bettina Pelz auch einen Teil ihres „Interference“-Teams aus Tunis mitgebracht. Acht Frauen und Männer – sie sind in Sachen Licht ebenso umtriebig wie die Kuratorin. Seit 17. September gehören sie zum Lüdenscheider Leben, arbeiten intensiv an der Produktion des Festivals und bleiben bis zum Ende der LichtRouten am 8. Oktober Teil dieser Stadt. Weiterlesen

Lichtrouten: Im April Startschuss für die Assistenzen

Lichtrouten-Impression aus dem Jahr 2013. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Anlässlich des Lüdenscheider Stadtjubiläums finden vom 28. September bis zum 7. Oktober 2018 die nächsten LICHTROUTEN statt. An ausgewählten Orten der Innenstadt zeigen internationale Künstlerinnen und Künstler zeitgenössische Kunst, die physikalisches Licht als Material oder Medium nutzt. Erwartet werden tausende Besucherinnen und Besucher, die das Lüdenscheider Ausstellungsprojekt in den letzten 15 Jahren schätzen gelernt haben. Seit der Gründung der LICHTROUTEN 2002 ist dies die 8. Edition des Internationalen Kunstprojektes. Die LICHTROUTEN gehörten neben LUX Helsinki und FETES DES LUMIERES Lyon zu den ersten Lichtkunstfestivals, die sich erfolgreich international positionieren konnten. Weiterlesen

Bei Tom Groll wird der Fernsprecher zum Lichtsprecher

Tom Groll

Der Fernsprecher wird zum Lichtsprecher: Tom Groll fotografiert seine Installation in der Phänomenta. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Schon bei den Lichtrouten 2004 war Phänomenta-Leiter Johannes Pöpping von den „Talking Lights“ fasziniert. Damals standen die leuchtenden Telefonzellen des Lüdenscheider Lichtkünstlers Tom Groll während des Internationalen Lichtfestivals im Lüdenscheider Rosengarten. Seit Mittwoch (23. März) kann er sich die „Talking Lights“ jeden Tag anschauen. Sie sind jetzt fester Bestandteil der ständigen Sammlung des Wissenschaftszentrums.

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Tom Groll zeigt „Transit“ auf der „Glow“ in Eindhoven

Tom Groll

In den 300 Metern Schlauch, die auf einer Länge von 30 Metern ausgerollt sind, zirkuliert eine lumineszierende Flüssigkeit.

Lüdenscheid. Tom Groll und Bettina Catler-Pelz haben als Kuratoren 2006 das Lichtfestival „Glow“ in niederländischen Eindhoven mit aus der Taufe gehoben. Zudem projizierten sie Mikroaufnahmen von Teilen der Catharinakerk auf das Gotteshaus und veränderten so die die Sehgewohnheiten auf das historische Gebäude. In den folgenden Jahren begleiteten die „Glow“ weiter als künstlerische Leiter. In diesem Jahr kehrt Tom Groll in den Süden der Niederlande zurück. Diesmal wieder als Künstler. Am wichtigsten Forschung- und Produktionsstandort des Leuchten-Unternehmens zeigt er vom 8. bis 15. November seine Arbeit „Transit“.

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Bettina Catler-Pelz betreut „Lux Hamburg 2015“

LR 2013 Rainer Plum

Gewohnte Stadtansichten verändern – das gelang auf dem Rathausplatz Rainer Plum bei den Lüdenscheider Lichtrouten 2013. Foto Wolfgang Teipel

Im kommenden Jahr soll im Rahmen des von der UNESCO proklamierten Jahr des Lichts soll die Schlüsselrolle des Lichts in Forschung und Kultur gewürdigt werden. In Hamburg wird dazu ein neues Festivalformat entwickelt. „Lux Hamburg“  wird vom 13. bis 22. Februar 2015 die Bedeutung des Lichts für Wissenschaft, Technik, Natur und Kultur herausstreichen. Mehr lesen auf der Site der UNESCO.

Vertraute Ansichten werden verändert

Bettina Pelz 1

Lichtrouten-Kuratorin Bettina Catler-Pelz hat die künstlerische Leitung von „Lux Hamburg“ übernommen. Foto: Jakob Salzmann

Lichtbasierte Kunstinterventionen und modellhafte Lichtinszenierungen werden die vertrauten Stadtansichten verändern. In der Zusammenarbeit verschiedenster Kunst- und Kulturinstitutionen, darunter die Deichtorhallen, das Hamburg Museum, die Kunsthalle, die Laeiszhalle und das Museum für Kunst und Gewerbe, entwickelt Inferno Events das neue Festivalformat für Hamburg.

Zusammenarbeit mit Tom Groll

Die künstlerische Leitung liegt bei der Kuratorin Bettina Catler-Pelz. Fokus ihrer internationalen Ausstellungstätigkeit ist Licht in Kunst, Design und Architektur. Von Anfang an entwickelte sie gemeinsam mit Tom Groll die Konzeption für die LichtRouten in Lüdenscheid. Beide wählten die Standorte, die Techniken und die Teilnehmer/innen aus. In den letzten zehn Jahren haben Bettina Catler-Pelz und Tom Groll – zum Teil gemeinsam, zum Teil getrennt – weitere Ausstellungsformate mit dem Schwerpunkt auf lichtbasierten Materialen und Medien entwickelt.

Tom Groll

Tom Groll von der technischen Leitung „Lux Hamburg“. Foto: Florian Hesse

Dazu gehört GLOW – Forum für Licht und Architektur in Eindhoven mit vier Editionen von 2006 bis 2009, NARRACJE – Interventionen im öffentlichen Raum in Danzig mit drei Editionen von 2009 bis 2011 und die LICHTSTRÖME in Koblenz mit zwei Editionen in 2011 und 2012.

Tom Groll in  der technischen Leitung

Die technische Leitung von „Lux Hamburg“ haben Ingo Dietzel und Tom Groll übernommen. Tom Groll ist Künstler und Kurator. Seit Anfang der 1990er Jahren realisiert er Ausstellungen im In- und Ausland. Im seinem künstlerischen Werkprozess geht es ihm um die Erfahrung kontinuierlicher Transformation. In der Polarität von Erfahrbarem und Vorstellbarem ist es sein Ziel, jenseits von Wahrnehmungsroutinen, Wirklichkeit zu erfassen. Das Projekt ILLUMINARE ZONEN im Rahmen des Märkischen Stipendiums 2001 war prägend für die Auseinandersetzung mit Licht in seiner künstlerischen Arbeit. Seit 2001 arbeitet er bevorzugt mit Licht in Installationen und Interventionen im öffentlichen Raum. Als Kurator hat er in der Zusammenarbeit mit Bettina Pelz seit 2002 verschiedene Ausstellungsformate entwickelt. Seit 2002 liegt die künstlerische Leitung der LichtRouten bei Bettina Pelz und Tom Groll.

Lux Hamburg ist Teil eines europäischen Netzwerkes von Festivals des Lichts.

Bella Skyway, Torun/PL
Glow, Eindhoven/NL
Lichtrouten, Lüdenscheid/DE
Lumiere, Durham/UK
Lumina, Cascais/PT
Lux Helsinki, Helsinki/FI
Signal, Prag/CZ
Svetlobna Gverila, Ljubljana/SI

Kollegen:

www.komplett-magazin.de

unserlünsche

www.sesekegefluester.de

www.nordstadtblogger.de

www.rundblick-unna.de

bergkamen-infoblog.de

Tödlicher-Spätsommer

www.tongebiet.de

Lennespiegel

Fünf Jahre Pause?

Von Florian Hesse

„Ich bin auf Lichtrouten. Komm! Ist cool!“ Für Tom Groll, Kurator des zehntägigen Lichtspektakels, war die mitgehörte Handy-Konversation eines der persönlichen Schlüsselereignisse des Festivals. Kulturbegeisterte, Lichtkunstfans und einfach eventhungrige Lüdenscheider waren unterwegs. Etwa 45000 Besucher haben die Assistenzen an den 20 Standorten gezählt – oder eher geschätzt. Genaue Angaben seien kaum möglich, wenn die ganze Stadt voller Menschen sei, räumen Jörg Marré und Andre Westermann aus der Geschäftsführung der Lüdenscheider Stadtmarketing GmbH als Veranstalter ein.

LR 2013 l App fuer Smartphone

QR-Codes an den Stationen, Infos übers Smartphone, Kommunikation über Soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook. Die Lichtrouten 2013 hatten einiges an Neuerungen zu bieten. Foto: Lichtrouten.de

Man habe die Wirkung nach innen für Lüdenscheid, aber auch verstärkt für Auswärtige erreicht, sagt Marré im Gespräch mit dem Lichtstadt-Blog. Als Beispiel nennt er die Beteiligung am Publikumspreis für die interessanteste Installation. Die Vorschläge dafür seien aus ganz Europa gekommen.

Eine Rolle dabei hat offenbar die neue Inszenierung des Festivals gespielt. Erstmals konnten Gäste mit einer App für Smartphones durch die Stadt navigieren, QR-Codes scannen, über Facebook und Flickr selbst interagieren. Wer wollte, konnte twittern oder – ebenfalls Premiere – auf diesem Lichtkunst-Blog Insider-Geschichten oder Betrachtungen am Rand nachlesen. „Wir haben“, sagt Marré, „zehn Tage lang die Stadt gut dargestellt.“

Wie es mit den Lüdenscheider LichtRouten weiter geht, bleibt an dieser Stelle bewusst offen. „Wir gehen davon aus, dass es in drei Jahren stattfindet“, sagt Marré als LSM-Geschäftsführer. Doch er verweist auch auf die erforderlichen Beschlüsse im Aufsichtsrat der Gesellschaft und die finanzielle Ausstattung des Projekts, das in diesem Jahr immerhin 360000 Euro gekostet hat.

Doch es könnte auch anders kommen. Denn der Löwenanteil zur Finanzierung kommt von Sparkasse, Stadt Lüdenscheid, Stadtwerken und Wirtschaftsförderung Kreisstadt Lüdenscheid (WKL) als Gesellschafter der Stadtmarketing GmbH. 60000 Euro schießen externe Sponsoren zu.

Interessant wird es beim Blick auf die Stadt selbst. Lüdenscheid hat sich bedingungslos dem Haushaltssicherungskonzept verpflichtet. Mehrausgaben sind nicht drin. Gleichzeitig lebt die Stadt von der Enervie-Dividende, den Erlösen ihrer früheren Stadtwerke-Tochter. Doch der geht es genau so schlecht. Die Energiewende bringt den regionalen Versorger in heftige Probleme.

Vor diesem Hintergrund bedeutet der neue Vorschlag von Bürgermeister Dzewas, die Lichtrouten zum 750jährigen Stadtjubiläum 2018 stattfinden zu lassen, vielleicht auch Folgendes: fünf Jahre Pause.